Sind Ihre Ziele groß genug?

 

Ziele sollen realistisch sein – gerade in diesen Tagen ist das immer wieder zu hören. Doch meine eigene Erfahrung ist völlig anders. Realistische Ziele öden mich an. Realistische Ziele setzen mich nicht in Bewegung. Realistische Ziele kitzeln mein Potenzial nicht aus mir heraus.

Was ich immer wieder erlebt habe, ist genau das Gegenteil. Je unmöglicher etwas erschien, desto größer war meine Motivation. Und desto bedeutsamer waren auch die Ergebnisse.

Nein, ich habe nicht alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Oder zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, wo ich es erreicht haben wollte. Ja,ich habe Fehlschläge, Rückschläge, Frustrationen erlebt – und davon eine ganze Menge.

Doch unterm Strich habe ich oft genug gestaunt, was doch zustande kam – gegen alle Prognosen und Erfahrungswerte.

Und noch viel wichtiger: Wie ich mich selbst dabei entwickelt habe und weiter gewachsen bin.

Ich würde es immer wieder so machen.

Und Ähnliches habe ich auch immer wieder bei Klienten erlebt. Vielleicht ist es auch bei Ihnen so.

Indizien dafür, dass Ihre Ziele nicht groß genug sind, können sein:

  • wenn Sie morgens keinen richtigen Grund sehen, überhaupt aufzustehen (abgesehen von festen Terminen, die Sie haben)
  • wenn Ihr überwiegendes Lebensgefühl von Mangel an Begeisterung, Langeweile, Routine bestimmt ist
  • wenn das, was Sie erreicht haben, in Diskrepanz steht zu dem, was eigentlich in Ihnen steckt.

„Aber was ist, wenn ich das Ziel nicht erreiche? Ist dann nicht Frust vorprogrammiert?“

Dieser Einwand ist häufig zu hören. Er beruht auf dem Gedanken, dass man große Ziele genauso angeht wie „realistische“ Ziele. Doch das ist ein Trugschluss.

Meine Erfahrung ist: „Unrealistische“ oder sogar „unmögliche“ Ziele zwingen mich, nach neuen Wegen zu suchen. So entsteht Innovation.

„Wenn ich mich traue, nach Größerem zu streben, falle ich auf und hebe ich mich aus der Masse ab.“

Ja, das ist so. Und das macht vielen Angst. Denn wir sind so konditioniert, dass wir dazu gehören wollen, was auch immer das im Detail bedeutet.

Doch wir haben auch alle den Wunsch in uns, unser Potenzial zu entfalten. Wenn alle Menschen immer nur mit der Masse mitgelaufen wären, hätte es nie etwas Neues gegeben.

Der bekannte Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Buch „Was wir sind und was wir sein könnten“, dass wir Entdeckungslust und Gestaltungswillen in uns tragen. Wenn wir dem nachgeben, aktivieren wir unsere Einzigartigkeit und können gleichzeitig beitragen, eine bessere Welt zu schaffen.

„Wenn ich es dann aber doch nicht erreiche, werde ich ausgelacht.“

Auch das ist ein ernst zu nehmender Einwand.

Ja, es kann geschehen, dass andere mit Schadenfreude reagieren, wenn Sie etwas wagen und dabei etwas schief läuft.

Doch was ist, wenn es über alle Maßen gut läuft?

Es geht um Ihr Leben. Wollen Sie es von der Meinung anderer abhängig machen?

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Monika BirknerMonika Birkner, Strategieberaterin und Business Transformation Coach, unterstützt Selbstständige und Unternehmer (KMU), ihr Business auf die nächsthöhere Stufe zu bringen und dabei Erfolg, Erfüllung und Sinn zu verbinden.
 
Hier können Sie den Business Transformation Letter kostenfrei abonnieren: http://blog.monika-birkner.de/newsletter/

7 Kommentare

  1. Posted 17. Januar 2013 at 16:35 | Permalink

    Liebe Frau Birkner,

    ich kann Ihre Erfahrungen nur bestätigen. Alles, was wir uns vorstellen können, können wir auch erreichen. Diese Behauptung wird heutzutage von den Bewusstseinsforschern immer mehr wissenschaftlich belegt.

    Es ist nur so, dass wir uns den Blockierern und hinderlichen Mustern im eigenen System stellen müssen. Wenn die bearbeitet und aufgelöst sind, wird manches wahr, was man sich nie von sich gedacht hätte. Gute Methoden und kompetente Coaches dafür gibt es inzwischen genug.

    „Wenn ich es dann aber doch nicht erreiche, werde ich ausgelacht.“

    Ja, das höre ich auch oft. Und dann sage ich “na und”? Ist es besser, es erst gar nicht versucht zuhaben? Fehler machen und “Scheitern” ist sowieso etwas, vor dem Menschen Angst haben. Dabei ist das unsere beste Schule. Nicht umsonst heißt es “aus Fehlern lernt man”.
    Ich habe gerade dazu in meinem letzten Blogartikel etwas ausgeführt. www.energetisches-coachen.de/2013/01/15/…

    Also, meine ganz persönliche Erfahrung ist es, dass es sich immer lohnt , große Ziele zu haben. Das wirkt wie ein Turbo. Und jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

    herzlichst Barbara Steldinger

    • Posted 17. Januar 2013 at 22:34 | Permalink

      Liebe Frau Steldinger,

      Bewusstseinsforschung, Quantenphysik, Beispiele erfolgreicher Menschen – alles zeigt, dass es möglich ist, große Ziele zu erreichen.

      Doch die Angst vor Fehlern hemmt in der Tat viele. Zu Ihrem schönen Blogartikel habe ich gerade schon kommentiert. Eine neue Fehlerkultur auch hierzulande zu schaffen, halte ich für sehr lohnend.

  2. Posted 28. Januar 2013 at 23:56 | Permalink

    Hallo Frau Birkner,

    oh ja, das ist absolut richtig. Ich kämpfe auch selber mit dem Teil in mir, die sagt “So was kann man doch nicht machen.” Man mag nicht auffallen, erst recht nicht sich lächerlich machen. Aber letztlich glaube ich, wenn wir in 20Jahren auf heute zurückblicken, ist die Reue es nicht versucht zu haben, schlimmer als der Scham über etwas, das uns heute vielleicht peinlich ist.

    Sicherlich ist das für unser jetziges Ich kein wirklicher Trost, andererseits wenn wir uns wirklich an das Große wagen wollen, so müssen wir früher oder später eh aus der Komfortzone heraus kommen.

    Danke für den Artikel, der mir bestätigt, dass ich nich allein bin, die so denkt. ;)

    • Posted 29. Januar 2013 at 21:26 | Permalink

      Liebe Frau Varga,

      genau dieser Gedanke, irgendwann zurückzublicken und das zu bereuen, was man sich nicht getraut hat zu tun, obwohl man eigentlich wusste, dass man es tun sollte, ist ein Gedanke, der mich seit einigen Jahren immer wieder beschäftigt. Diese Situation möchte ich nicht erleben. Willkommen im Club!

  3. Posted 14. März 2013 at 19:34 | Permalink

    Liebe Frau Birkner,

    vielen Dank für diese interessante Anregung, die eine für viele grundlegende Überzeugung in Frage stellt. Lernt man nicht schon früh, realistisch zu denken und kleine Brötchen zu backen?

    Ich habe immer wieder erlebt, dass die Menschen, die wirklich an sich glauben, sich Dinge zutrauen, die andere erstmal erschrecken. Ein junger Mensch will Schauspieler werden und wird es mit Erfolg. Ein endgültig durch alle Prüfungen geflogener Jurastudent will mit 32 völlig umsatteln und ins internationale Management gehen und arbeitet jetzt bei einer sehr großen internationalen Firma in leitender Stellung in Honkong.

    Das besondere an solchen Vorbildern ist nicht, dass sie realistisch geplant haben, sondern dass sie ihre Träume – oftmals auch erst nach Krisen – gewagt haben. Dazu mussten sie sich allerdings frei machen von vielen Konventionen und Zwängen unter anderem eben der Idee, immer kleine Brötchen zu backen.

    Das gleiche erlebe ich immer wieder in meinen Coachings zum Thema Berufung und Sinn. Wir Menschen können viel mehr bewirken, als wir uns meist zutrauen!

    Beste Grüße aus Köln und Dank für die Bestätigung dessen, was ich immer wieder auch mal vergesse ;-)

    • Posted 15. März 2013 at 21:23 | Permalink

      Lieber Herr Crueger,

      spannende Beispiele, die Ihre Aussage, dass wir viel mehr bewirken können, als wir uns zutrauen, untermauern. Und Krisen können dabei durchaus nützlich sein. Denn wenn man ohnehin nichts mehr zu verlieren hat, kann man auch wagen, das zu tun, was man eigentlich schon lange tun wollte.

  4. Posted 29. März 2013 at 18:33 | Permalink

    Liebe Frau Birkner,
    ja, auch ich teile die Erfahrung “Realistische Ziele kitzeln mein Potenzial nicht aus mir heraus.” Realistische Ziele machen auch mich nicht an. Ich vermute, das liegt daran, dass solche Ziele mich nicht über das hinaus bringen, was ich schon jetzt kann bzw. bin.
    Große Träume und Ziele (wo ich eben auch zu Beginn gar nicht genau weiß, wie ich sie erreichen werde – aber das ergibt sich nach meiner Erfahrung “unterwegs” von alleine, wenn man nur endlich wagt loszulegen) machen für mich das Leben wieder spannend & haben eben genau diesen Effekt, dass ich morgens mit Freude aus dem Bett springe.
    und trotzdem ist es für mich (auch nach vielen Jahren Coaching-Erfahrung) immer noch manchmal schwierig mich eben nicht nach der Meinung “der anderen” zu richten.

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