In Übergangszeiten fällt es mitunter schwer, Entscheidungen zu treffen. Denn man weiß ja nicht, wo genau die Reise hingeht und möchte sich nicht durch eine vorschnelle Festlegung Chancen verbauen. Keine Entscheidung zu treffen, bedeutet aber, auf der Stelle zu treten. In solchen Situationen kann es hilfreich sein, ganz bewusst strategische Provisorien zu realisieren.
Strategische Provisorien sind bewusste Entscheidungen. Damit sind sie allen Lösungen überlegen, in denen andere für einen entscheiden oder man sich der Macht der Umstände beugt. Denn bewusste Entscheidungen zu treffen bedeutet, trotz unzulänglicher Informationsbasis das Heft selbst in der Hand zu behalten. Und das fühlt sich für die meisten Menschen einfach gut an.
Strategische Provisorien sind bewusst als Übergangslösungen konzipiert. Wenn die alte Positionierung nicht mehr stimmt, aber die neue Positionierung noch nicht klar ist, kann man sich entscheiden, für einen Zeitraum x mit einer vorläufigen Positionierung am Markt zu agieren und nach Ablauf dieses Zeitraums eine Überprüfung vorzunehmen. Wenn eine Beziehung nicht mehr trägt, kann man es mit einer Trennung auf Zeit oder einer Neudefinition der Beziehung auf Zeit versuchen. Wenn das Traumziel derzeit nicht erreichbar scheint oder noch nicht hinreichend klar ist, kann man einen Schritt tun, der einem die Möglichkeit gibt, schon einmal erste Erfahrungen zu sammeln, um sodann neu zu entscheiden.
Wichtig ist, nach Ablauf des definierten Übergangszeitraums tatsächlich eine Überprüfung vorzunehmen, statt es einfach beim dann erreichten Status quo zu belassen.
Strategische Provisorien unterscheiden sich von faulen Kompromissen dadurch, dass die Übergangslösung als Entscheidungshilfe fungiert. Entscheidungen kommen nicht allein durch Nachdenken zustande, sondern auch durch Testen. Ein fauler Kompromiss dient oft der Bequemlichkeit. Man möchte sich vielleicht einem Konflikt nicht stellen oder sich Aufwand ersparen. Man fühlt sich nicht richtig gut damit und er hilft nicht richtig weiter. Nicht selten verrät man damit sogar wichtige Ziele oder Werte. Ein strategisches Provisorium hingegen respektiert die Ziele und Werte, die einem wichtig sind und gleichermaßen die aktuellen Rahmenbedingungen. Er ist sozusagen ein Trittbrett, von dem aus weitergehende Schritte möglich werden.
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












2 Kommentare
Mein Kommentar bezieht sich auf die beiden Blog vom
20. Und 21.03. 2009.
Carpe diem!
Nutze diese Zeiten um bisheriges Tun zu hinterfragen und Neues zu wagen.
Ein Phänomen unserer Dienstleistungen sind Jahreszeiten.
In Zeiten die kalt und dunkel sind, sehnen sich viele nach dem Licht und der Wärme. Wir haben deshalb den Schwerpunkt unsere Werbung auf die Jahreszeiten abgestimmt.
Im Winter:
Kleidung, Schuhe, Sporttextilien und alles was du im Frühling und Sommer gern trägst, lass es reinigen und/oder reparieren damit es fertig ist und du es aus dem Schrank nehmen und tragen kannst.
Im Frühjahr:
Für den Herbst benötigen Bergsteiger, Wanderer, Biker ihre Funktionskleidung.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um sich darum zu kümmern.
Darüber haben wir uns Gedanken gemacht, als die Auftragslage ruhiger war.
Wir betrachteten es zunächst als Zwischenlösung bzw. als strategischen Kompromiss.
Unsere Kunden und unsere Dienstleistungsunternehmen haben es angenommen.
Der Auslastungsgrad des Unternehmens hat sich dadurch auf das gesamte Geschäftsjahr besser verteilt.
Das Konzept wird jetzt umgesetzt und der Erfolg gibt uns Recht
Sehr geehrter Herr Schülke,
das ist eins der Geheimnisse erfolgreicher Unternehmer: aus jeder Situation das Beste zu machen, kreativ zu denken und zu handeln. Dann kommt Bewegung in die Situation und aus einer Lösung, die als Zwischenlösung geplant war, kann mehr entstehen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem tollen Konzept.