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Wochenrückblick einmal anders
Von Monika Birkner | Samstag, 21. Februar 2009
Zu einem guten Wochenende gehört für mich ein Rückblick auf die abgelaufene Woche. Diesen kann man natürlich ganz traditionell machen, indem man die äußeren Ereignisse Revue passieren lässt und mit den vorher gesetzten Zielen abgleicht. Doch der Wochenrückblick ist auch ein wertvolles Instrument, wenn es um inneres Wachstum geht.Schon der äußere Wochenrückblick lohnt sich. Er bietet die Chance, von außen auf die Ereignisse zu blicken und die „gefühlte” Wahrnehmung mit den Fakten zu vergleichen. Dieser Vergleich kann sehr erhellend sein.
Eine besondere Variante des Wochenrückblicks besteht darin, aktiv nach den aktuellen Lern- und Wachstumsthemen Ausschau zu halten. Zu bestimmten Zeiten sind bestimmte Themen dominant und das Leben lässt keine Möglichkeit aus, uns auf diese Themen aufmerksam zu machen und uns eine umfassende Lern- und Wachstumserfahrung zu ermöglichen.
Nehmen wir an, das Thema sei Dankbarkeit, so erfahren wir es vielleicht innerhalb weniger Tage unter mannigfaltigen Aspekten: Wir selbst sind dankbar für etwas. Jemand anders dankt uns. Jemand, dem wir etwas Gutes erwiesen haben, zeigt sich als undankbar. Wir selbst vergessen, uns bei jemandem zu bedanken. Wir hören jemanden über Dankbarkeit sprechen oder lesen dazu etwas. Ein Sprichwort, das mit Dankbarkeit zu tun hat, taucht auf. Und vieles mehr.
Die Lern- und Wachstumserfahrung kann darin bestehen, wie Dankbarkeit und das Ausdrücken von Dankbarkeit dazu beitragen kann, mehr Flow zu erleben und mehr Gutes anzuziehen, während umgekehrt der Fluss blockiert wird.
Wenn wir genau hinschauen, erkennen wir anhand der Häufung von Ereignissen, welche Themen derzeit anstehen. Zum Teil helfen uns andere Menschen dabei, die Familie oder Freunde, aber auch Kunden und Mitarbeiter oder sogar völlig Fremde.
Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie sich aus den Themen von Klienten Bezugspunkte auch für meine eigene Entwicklung ergeben. Eine weit verbreitete Meinung ist ja, dass man als Coach völlig neutral sein müsse und sein eigenes Leben sozusagen abgekoppelt haben müsse. Das sehe und erlebe ich anders. Ich gehe davon aus, dass es kein Zufall ist, wenn Menschen aufeinander treffen und dass es in solchen Situationen für beide Seiten etwas zu lernen gibt.
Die Themen zu identifizieren, die gerade anstehen, hilft dabei, das Wachstum zu beschleunigen. Wir erkennen, worum es geht. Wir können unseren Verstand sinnvoll einsetzen, indem er die Erfahrungen analysiert und uns Vorschläge macht für die weiteren Schritte. Und nicht selten entsteht ein großes Staunen darüber, wie perfekt das Universum organisiert ist und wie perfekt die Einzelheiten alle zusammenwirken.
Fragen, die Sie sich stellen können:
- Was war in den letzten Tagen auffällig?
- Worüber habe ich selbst gesprochen?
- Worüber habe ich andere sprechen hören?
- Welche besonderen Erfahrungen habe ich gemacht?
- Wie habe ich andere behandelt?
- Wie haben andere mich behandelt?
- Was kann ich daraus lernen?
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