Monika Birkner

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Wettbewerber als Kooperationspartner und Kunden

Von Monika Birkner | Dienstag, 28. April 2009

Vor kurzem hatte ich am Beispiel eines Fitnesstrainers aufgezeigt, dass die herkömmliche Marketingdenke oft nicht das vollständige Bild umfasst. Ein Fitnesstrainer konkurriert nämlich nicht nur gegen andere Fitnesstrainer, sondern gegen viele Möglichkeiten, wie potenzielle Kunden sich körperlich ertüchtigen oder auf andere Weise ihre Freizeit verbringen. Von daher hatte ich ein mehrstufiges Marketing vorgeschlagen. Burkhard Schneider hat den Gedanken aufgegriffen und weist darauf hin, dass Wettbewerber ja auch in das eigene Marketing eingebunden werden können. Als beispielhafte Möglichkeiten nennt er die Mitarbeit in einem Fitnessstudio oder einem Verein, einen Sportgerätecheck oder Ähnliches.

Wir leben in einer Welt, wo die früher üblichen Freund-Feind-Schemata nicht mehr gelten. In der Automobilindustrie herrscht harter Wettbewerb. Gleichwohl finden Kooperationen statt, indem zum Beispiel verschiedene Modelle auf einer gemeinsamen Plattform gebaut werden.

Auch für Solo-Unternehmer und Selbstständige gibt es Möglichkeiten, mit Wettbewerbern zu kooperieren und im Zeitalter der Social Media  ist davon auszugehen, dass das zunehmen wird. Das beginnt bei Verlinkungen und Vernetzungen im Internet und geht bis zur Zusammenarbeit in Großprojekten.

Wettbewerber können auch Kunden sein.  Ich selbst habe beispielsweise  viele Coaches unter meinen Klienten. Ein Problem war das noch nie, selbst wenn die Arbeitsgebiete sich ähnelten. Durch die individuelle Einzigartigkeit gab es immer genug Spielraum für alle Beteiligten.

Wie gehen Sie mit dem Thema Wettbewerb um?

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2 Leserkommentare zu “Wettbewerber als Kooperationspartner und Kunden”

  1. Bettina Ramm:
    3. September 2009 um 12:08 Uhr

    Auch für mich sind Wettbewerber immer auch potenzielle Kooperationspartner oder/und Kunden. Als Webentwicklerin arbeite ich mit vielen Webdesignern zusammen, für die ich Spezialleistungen erbringe (Programmierung) oder die ich in Spitzenzeiten unterstütze. Umgekehrt lasse ich mich von ihnen unterstützen, wenn ich viele oder große Aufträge zu stemmen habe. Es gibt immer Dinge, die der eine oder der andere besser kann. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass das Kooperations-Denken besonders bei Frauen verbreitet ist, Männer tun sich damit oft noch etwas schwer … (Liebe Männer, das soll jetzt keine Verallgemeinerung sein, natürlich gibt es – viele – Ausnahmen)
    Herzliche Grüße,
    Bettina Ramm

  2. Monika Birkner:
    7. September 2009 um 21:25 Uhr

    Liebe Frau Ramm,
    ich denke, gerade Ihre Branche eignet sich für diese Mixtur zwischen Kooperation und Wettbewerb.Viel Erfogl weiterhin damit.

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