Monika Birkner

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Was sind Stärken? – Eine befreiende Erkenntnis

Von Monika Birkner | Freitag, 2. Januar 2009

Viele Menschen tun sich schwer, die eigenen Stärken zu erkennen. Viele verwechseln Stärken damit, etwas gut zu können. Viele trauen sich nicht zu, sich selbst richtig einzuschätzen. Sie suchen ihr Heil in psychologischen Tests oder in Einschätzungen anderer Menschen.Einen nahezu revolutionären Ansatz bietet Marcus Buckingham in seinem neuesten Buch Go Put Your Strengths to Work: 6 Powerful Steps to Achieve Outstanding Performance. Sein Credo lautet in Kurzform:

1. Eine Stärke ist das, was Sie stärkt.

2. Eine Schwäche ist das, was Sie schwächt.

3. Nur Sie selbst können beurteilen, was eine Stärke und was eine Schwäche ist.

Es kommt also nicht darauf an, was Sie gut können oder weniger gut. Entscheidend ist, wie Sie sich damit fühlen.

Vermutlich kennen auch Sie diese Erfahrungen: Aktivität A beherrschen Sie gut. Doch Sie erleben dabei keine Freude. Wenn Sie damit fertig sind, fühlen Sie sich müde und kraftlos. Bei Aktivität B hingegen vergeht die Zeit wie im Fluge. Selbst wenn Sie mehrere Stunden damit verbringen, sind Sie anschließend noch frisch und voller Energie.

Die Beurteilung dessen, was eine Stärke ist, an die persönliche Erfahrung zu knüpfen, hat etwas sehr Befreiendes. Es bedeutet letztlich, dem Individuum die volle Macht über das eigene Leben zurückzugeben.

Was bedeutet dieser Ansatz für Sie? Was sind Ihre Stärken und Schwächen im oben genannten Sinne? Gerade der Jahresbeginn eignet sich gut, um über diese Fragen nachzudenken. Buckingham empfiehlt, darüber Buch zu führen, wie Sie sich während und nach bestimmten Aktivitäten fühlen.

Morgen erfahren Sie, wie Sie Ihre Stärken in größerem Maße nutzen können.

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9 Leserkommentare zu “Was sind Stärken? – Eine befreiende Erkenntnis”

  1. Maren Hessler:
    2. Januar 2009 um 11:09 Uhr

    Liebe Frau Birkner,

    schön, dass Sie Buckingham einen Platz in Ihrem Blog einräumen. Leider sind wir in Europa immer so defizitorientiert, dass wir vor lauter Problemen und Schwächenanalysen schon gar nicht mehr wissen, was wir eigentlich richtig gut können.

    Buckingham bietet mit seinen Büchern, Audio-CDs, Vodcasts etc. einen echten Mehrwert.

    Einen anderen, etwas schnelleren Weg zur Stärkenanalyse bietet der Clifton Strengthfinder tinyurl.com/83ebzq – aus dem Hause Gallup Organization, zu dem auch Buckingham zählte, bevor er sich selbständig machte und zum Rising Star in den USA wurde. Das Buch kostet ca. 17 Euro, enthält einen Code, mit dem man sich Zugang zum Online-Test verschafft. Er dauert eine halbe Stunde und ist aus meiner Sicht sehr gut. Wir setzen den Strengthfinder gern ein, wenn wir beginnen mit Teams oder Einzelpersonen zu arbeiten.

    Für unseren Shift-Blog, der bald online gehen wird, arbeitet meine Kollege gerade an einem Post zu Buckingham. Ein schöner Zufall, wie ich finde.

    Maren Hessler

  2. Monika Birkner:
    2. Januar 2009 um 15:00 Uhr

    Liebe Frau Hessler,

    danke schön für Ihre Hinweise. Buckinham weist selbst auf das frühere Buch hin und macht gewisse argumentative Klimmzüge, um einerseits den Strengthsfinder weiterhin als positiv darzustellen und andererseits seine heutige Position zu rechtfertigen, dass es auf die subjektive Wahrnehmung ankommt. Im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass der Strengthsfinder nur allgemeine Hinweise gibt, während nach seinem heutigen System die Stärken sehr konkret ermittelt werden.

    Ich selbst schätze den Strengthsfinder sehr und habe damit ebenfalls sehr positive Erfahrungen gemacht. Mein eigenes Profil ist übrigens:

    1. Intellection/Intellekt
    2. Self-Assurance/Selbstbewusstsein
    3. Maximizer/Höchstleistung
    4. Connectedness/Verbundenheit
    5. Strategic/Strategie

    Dazu muss man natürlich die weiteren Details des Sprachgebrauches kennen. Ich habe dazu in meinem früheren Blog einmal etwas geschrieben:
    monika-birkner.typepad.com/monikabirkner…

    Ich finde es sehr schön, dass Sie auch damit arbeiten. Lassen Sie mich wissen, wann der Blog online geht.

    Viel Erfolg mit Ihren eigenen Stärken.

  3. Michael (Baudax):
    2. Januar 2009 um 21:54 Uhr

    Ich bin skeptisch, was Onlinetests anbelangt. Ich habe mal den KolbeTest im Internet gemacht, der war sehr umfangreich in der Auswertung, aber neue Erkenntnisse konnte ich nicht gewinnen. Aber sicher kennt man seine Stärken je älter man wird, um so besser. Sollte man sicher, oder?

  4. Maren Hessler:
    2. Januar 2009 um 22:01 Uhr

    Liebe Frau Birkner,

    wie spannend! Wir haben eine Stärke, die sich kreuzt. Strategic ist bei mir auf dem dritten Platz.

    Ansonsten sieht es bei mir so aus:
    1. Relator
    2. Activator
    3. Strategic
    4. Adaptability
    5. Achiever

    Der Strengthfinder ist einfach wohltuend und empfehlenswert!

  5. Monika Birkner:
    3. Januar 2009 um 23:22 Uhr

    Lieber Herr Lalk,

    ich habe den Kolbe-Index – www.kolbe.com – ebenfalls vor einigen Jahren gemacht. Die Ergebnisse waren nicht so überraschend – bis auf die Tatsache, wie hoch mein Wert für Kreativität ausfiel. Was mir an Kolbe gefällt, ist die große Ermunterung, zu den eigenen Stärken zu stehen. Ich hatte damals auch ein Audio von K.Kolbe gehört. Gelegentlich neigen Menschen ja dazu, ihre Stärken als Schwächen zu sehen. Sehr kreative Menschen mögen es beispielsweise als Schwäche sehen, dass sie sehr viel mehr Ideen haben, als sie tatsächlich umsetzen.

    Aber ganz generell haben alle Persönlichkeitstests den Nachteil, dass es fertige Kategorien gibt, denen man dann aufgrund der Antworten zugeordnet wird. So wird man zum “Typ”.

    Daher gefällt mir der Buckingham- Ansatz so gut. Er deckt sich mit meiner eigenen Philosophie, jeden Menschen als einzigartiges Individuum zu sehen, das sich jeder “Katalogisierung” entzieht.

  6. Monika Birkner:
    3. Januar 2009 um 23:24 Uhr

    Liebe Frau Hessler,

    das ist ja interessant. Ich frage mich gerade, wie viele mögliche Kombinationen von Strengths es wohl geben mag.

  7. Zamyat M. Klein:
    5. Januar 2009 um 10:59 Uhr

    DAS finde ich ja einen klasse Ansatz: nicht was man gut kann, sondern wobei man sich auch gut fühlt!! Das habe ich bisher nicht so berücksichtigt – ansonsten denke ich, dass ich meine Stärken recht gut kenne und nicht so üblich defizitorientiert bin.
    Wenn ich aber Ihren neuen Impuls hinzu nehme, so wird mir immer klarer (auch bei meiner aktuellen Jahresinventur und Planung), dass dazu auf jeden Fall schreiben gehört.

    Nicht nur, dass ich laufend Bücher schreibe, sondern vor allem auch das Schreiben in meinem Blog (oder Kommentare bei anderen :-) – macht mir eigentlich nur Spaß. Da fliegen mir irgendwie und irgendwo die Ideen zu, beim Kochen, im Bett oder sonstwie und flups, dann schreibe ich.

    Daher will ich das auch auf jeden Fall beruflich noch mehr ausbauen…
    Bin gespannt auf den nächsten Beitrag.

  8. Monika Birkner:
    5. Januar 2009 um 18:04 Uhr

    Liebe Frau Klein,
    dass Schreiben zu Ihren Stärken gehört, erkennt man auch von außen. Ich freue mich schon auf Ihre weiteren Beiträge und Kommentare.
    Der zweite Teil meines Artikels ist übrigens mittlerweile erschienen:
    blog.monika-birkner.de/2009/staerken-meh…

  9. Die Kunst der richtigen Mitarbeiter-Auswahl | Monika Birkner:
    24. März 2009 um 10:16 Uhr

    [...] Das setzt natürlich voraus, dass man sich des eigenen Profils bewusst ist. Über einen sehr interessanten Ansatz, die eigenen Stärken zu erkennen, habe ich hier gepostet. [...]

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