Seit langem bin ich davon überzeugt, dass nichts im Leben vergebens ist, sondern dass alle unsere Erfahrungen auch später noch, möglicherweise in völlig anderem Kontext, wertvoll sind. Vor ein paar Tagen, als ich gerade in einem Coachinggespräch war, machte es plötzlich „Click”. Blitzartig wurde mir klar, wozu meine Erfahrungen als Anwältin gut waren und was meine heutigen Kunden davon haben. Was ist das Wesentliche am Anwaltsberuf? Es kommt sehr schön heraus in der Redensart „sich zum Anwalt für etwas oder jemanden machen”. Gemeint ist die parteiische Betrachtungsweise, anders als bei einem Richter, der neutral sein muss. Die Anwältin darf nicht nur, sie muss parteiisch sein. Ihre Aufgabe ist es, alle Gesichtspunkte zugunsten ihres Mandanten zu sammeln und strategisch zu nutzen.
Genau das mache ich im Coaching allgemein und speziell in der Marketingberatung. Ich stelle mich auf die Seite des Klienten oder der Klientin. Ich finde heraus, was diesen Menschen und sein Unternehmen einzigartig macht. Selbst die Punkte, die er selbst als Schwäche einstufen würde, kann ich als Stärke erkennen, würdigen und darstellen – bis dahin, dass der Klient/die Klientin ein ganz neues Bild von sich selbst gewinnt.
Mehr noch, es macht mir riesigen Spaß, nach den Pluspunkten zu suchen, so wie es mir früher riesigen Spaß gemacht hat, einen Richter von einer Betrachtungsweise zugunsten meines Mandanten zu überzeugen.
Die ganzen Jahre war mir der Zusammenhang nicht aufgegangen, erst dieser Tage. Ich finde es faszinierend.
Sind Sie sich selbst und Ihrem Business ein guter Anwalt/eine gute Anwältin? Was könnte sich für Ihr Marketing ändern, wenn Sie einen Marketinganwalt/eine Marketinganwältin hätten, der oder die genau das herausfindet, was Sie für Ihre Kunden einzigartig und wertvoll macht?
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












4 Kommentare
Wow, liebe Frau Birkner,
da gibt Ihnen sogar der gängige Sprachgebrauch Recht. Die Perspektive, die Sie schildern, ist faszinierend.
Noch etwas wird in einer anderen Redewendung deutlich: “…im Zweifel für den Angeklagten..” Wenn man das mal etwas anders interpretiert, können Menschen, die (an sich bzw. einem Thema) zweifeln, jemanden in Ihnen finden, die zweifellos(!) hilfreich ist. Auch wenn man nicht angeklagt ist, es reicht schon, Zweifel, oder gar Dreifel zu haben….
und man ist bei Ihnen gut aufgehoben. Kann ich bestätigen.
So gilt dann: Sie werden die Zweifel los; zweifellos gut…!
Liebe Frau Birkner,
ja, das tun Sie wirklich – sich auf die Seite des Klienten oder der Klientin stellen und sich in deren Sinne engagieren. Aber Sie behalten sich auch einen Blick für mögliche Einwände gegen Ihre Klienten. Das ist auch hilfreich.
Ich selbst habe das schon erleben können und weiß es jetzt im 13-Wochen-Coaching Business Money and Soul wieder zu schätzen.
Da bringen Sie mich auf eigene Spurensuche: Ich habe als Journalistin angefangen – und erlebe es auch so, dass das ein Puzzlestein meines heutigen business ist. Mitgenommen hab’ ich den Blick von außen, den Journalisten haben müssen. Erlaube mir aber heute auch, nicht unparteiisch zu sein.
Es ist faszinierend, wie im Nachhinein alles für etwas gut war.
@ Dagmar – stimme ein: gerade in zweifelhaften Phasen tut Unterstützung von außen so gut.
Liebe Frau von Consolati,
“im Zweifel für den Angeklagten” – ja, das lässt sich gut übertragen. Von außen ist es oft einfacher, die Qualitäten eines Menschen zu sehen, als es dem oder der Betreffenden selbst möglich ist. Also gibt es keinen Grund zur Ver-Zweiflung.
Liebe Frau Weinberger,
der Blick auf mögliche Einwände ist schon wichtig.Ein guter Anwalt/eine gute Anwältin muss darauf vorbereitet sein. Denn natürlich gibt es immer mehrere Perspektiven.