Monika Birkner

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Was bringt Twitter für Unternehmer und Selbstständige?

Von Monika Birkner | Mittwoch, 27. Mai 2009

Seit einigen Wochen bin ich bei Twitter aktiv und habe mittlerweile erste Erfahrungen gesammelt. Vielfach höre ich die Frage  von Unternehmern und Selbstständigen „Was bringt mir Twitter?”. Doch das ist die falsche Frage. Die richtigen Fragen lauten: „Wie kann ich Twitter für mein Unternehmen nutzbar machen und wie kann ich es in mein Marketingsystem integrieren?”. Denn ich bin überzeugt, dass an Twitter kein Weg mehr vorbei führt. Die rasanten Zuwachsraten – angeblich 400 % Zuwachs in Deutschland im ersten Quartal 2009 – sprechen ihre eigene Sprache.

Wer fragt „Was bringt mir Twitter?” klingt so, als gäbe es darauf eine feste Antwort. Doch gerade auf dem noch sehr jungen Gebiet des Social Media Marketings ist vieles noch im Werden. Und wer frühzeitig dabei ist, sammelt wertvolle Erfahrungen, knüpft Verbindungen und positioniert sich.

Ich selbst habe in den ersten Wochen unter anderem

Ersetzt Twitter andere Formen des Marketings? Aus meiner Sicht definitiv nicht. Als es kürzlich um die Frage des Verhältnisses zwischen Twitter und E-Mail-Marketing ging, war mein Statement „Twitter ist wie Licht allgemein und E-Mail-Marketing ist wie ein Laserstrahl. Beide ergänzen sich.”

Will sagen: Twitter ist ein hervorragendes Instrument, um den Bekanntheits- und Aktionsradius zu verbreitern. Man wird sichtbarer. Doch man hat keine Garantie, dass man diejenigen erreicht, die man erreichen möchte (es sei denn, über direct messages, das heißt individuelle Nachrichten von Person zu Person).

Anders ist es bei Marketinginstrumenten wie zum Beispiel E-Mail-Marketing oder Newslettern, mit denen man sehr selektiv diejenigen ansprechen kann, die man ansprechen möchte.

Interessant wird es, wenn man Twitter nutzen kann, um mehr Leser für den Newsletter oder das E-Mail-Marketing zu gewinnen und umgekehrt wieder die Inhalte des Newsletters in den großen Informationspool bei Twitter einfließen zu lassen. Sehr gute Beispiele dafür wie auch insgesamt hervorragenden Content habe ich gefunden bei Dr. Torsten Schwarz mit dem absolit-Newsletter und beim Newsletter-Experten Karsten Büttner. Ich will hier nicht auf die Details eingehen. Es lohnt sich,  beide Newsletter zu abonnieren.

Das gleiche Prinzip funktioniert für Blogs. Auch in diesem Blog finden Sie unter jedem Beitrag den Hinweis „tweet this”. Wenn Sie bei  Twitter registriert sind und auf den Link „tweet this” clicken, erscheint eine Information automatisch bei Twitter. Sie können es gern einmal ausprobieren :-) .

Und wir sind erst am Anfang. Neue Ideen, neue Tools, neue Formen der Nachrichten-verbreitung werden kommen.

Die Frage ist – wie ich eingangs schon sagte – nicht, was Twitter bringt, sondern wie man selbst Twitter in sein Marketing einbindet. Dazu gibt es noch viele andere Aspekte. Doch über die schreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Twitter als Marketingtool? Wie ist Ihre Meinung dazu? Oder nutzen Sie Twitter in erster Linie als größeren Chatroom?

Tweet this! | Twitter-Link: http://blog.monika-birkner.de/8bj | Kategorien: Allgemein, Marketing/PR, Solo-Unternehmer, Unternehmenswachstum

20 Leserkommentare zu “Was bringt Twitter für Unternehmer und Selbstständige?”

  1. Burkhard/Zeitblüten:
    27. Mai 2009 um 22:34 Uhr

    Bisher habe ich mich auch immer gefragt, was mir Twitter bringen soll.
    War für mich auch nicht weiter interessant, obwohl Twitter mittlerweile ständig präsent – vor allem in den Onlinemedien ist.
    Dank Ihres Beitrags sehe ich das Ganze aus einer für mich neuen Perspektive: als Marketing- und Networking-Instrument.
    Vielleicht raffe ich mich doch noch dazu auf :-)

  2. Monika Birkner:
    28. Mai 2009 um 16:00 Uhr

    Hallo Herr Heidenberger,

    danke schön für Ihren Kommmentar. Wenn es soweit ist, können Sie mir gerne “followen” unter
    www.twitter.com/MonikaBirkner

    Ich “followe” Ihnen zurück.

  3. Zamyat M. Klein:
    28. Mai 2009 um 19:21 Uhr

    Liebe Frau Birkner,

    dazu habe ich noch eine technische Frage: wie haben Sie das twitter-Zeichen hier rechts auf Ihr Blog bekommen?

    Ebenso Ihr Hinweis im Text “tweet this”- wie und wo kann ich den setzen?

    Danke für Ihre Antwort und herzliche Grüße
    Zamyat M. Klein

  4. Michael (Baudax):
    29. Mai 2009 um 09:05 Uhr

    Ich habe Mitte letzten Monats an einer E-Commerce-Konferenz teilgenommen, wo Fachleute bezüglich der Werbewirksamkeit von Twitter disktierten. Einhellige Meinung, dass das nichts bringt, alle gaben Facebook und mySpace den Vorzug.
    Diese Meinungen wurden jetzt durch eine Untersuchung bestätigt:
    tinyurl.com/obryej
    Es scheint sich wieder einmal zu bewahrheiten, dass man nicht allem hinterlaufen muß, nur weil es momentan angesagt ist.Sonst ist Twitter ja eine ganz nette Angelegenheit.

  5. Monika Birkner:
    29. Mai 2009 um 15:25 Uhr

    Liebe Frau Klein,
    das müssten Sie den Blogmaster fragen. Doch da Sie ja ein anderes System verwenden als Wordpress, fragen Sie am besten Ihren Blogmaster.

  6. Monika Birkner:
    29. Mai 2009 um 15:29 Uhr

    Lieber Herr Lalk,
    danke schön für Ihren Beitrag und die Mitteilung der Untersuchungsergebnisse. Ich selbst verlasse mich lieber auf meine persönliche Erfahrung und Wahrnehmung und diese geht in eine andere Richtung. Doch ist ja ohnehin nicht jedes Instrument für alle geeignet.

  7. Manuel:
    29. Mai 2009 um 15:34 Uhr

    @Michael, ich bezweifle sehr stark, dass Facebook und mySpace im Bezug auf ihre Werbewirksamkeit gegenüber Endkunden auch nur ansatzweise an Twitter herankommt.
    Für die Vernetzung mag das heute noch stimmen, aber nicht für die Werbemöglichkeiten.

  8. Henri Apell:
    30. Mai 2009 um 00:01 Uhr

    Hallo Frau Birkner! Ihre Erfahrungen teile ich voll und ganz. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele interessante Menschen kennen gelernt. Oft bekomme ich auch Infos, die ich in meinen Blog einfließen lassen kann. Es kommt drauf an, wem man folgt. Ihnen folge ich gerne auf Twitter!

  9. Zamyat M. Klein:
    30. Mai 2009 um 11:19 Uhr

    Also, mir bringt Twitter schon eine ganze Menge, obwohl ich erst kurz dabei bin.

    *** Verblüffende und hochinteressante Informationen, die ich sonst nie bekommen hätte,
    *** interessante neue und wiederbelebte alte Kontakte,
    *** schon ein neues gemeinsames geplantes Projekt (wobei hier auch eine Verbindung von Blog und Twitter einschlug),
    *** und jede Menge Spaß und Unterhaltung, Freude an witzigen Wortkünstlerinnen und Grüße auf Toast :-)
    *** nette Ablenkung zwischendurch zur Stimmungsaufhellung, wenn die Arbeit gerade mal nervt oder oder…

    Für mich eine schöne Mischung aus Business, Informationen, Netzwerken und Unterhaltung.

  10. Blog-Auswertung: Mairückblick 2009 | Monika Birkner:
    31. Mai 2009 um 07:29 Uhr

    [...] Was bringt Twitter für Unternehmer und Selbstständige? [...]

  11. proziel:
    31. Mai 2009 um 07:58 Uhr

    Hallo Frau Birkner,
    so wie Sie, sehe ich es auch.
    Jeder sollte individuell seinen eigenen Weg mit twitter finden.

    Über meine Erfahrung zu diesem Medium kann ich sagen – nicht das Posten (Kommentare oder Linkverweise)ist schwer, eher das Selektieren der Follower (so man es möchte).

    Ich gehe immer mehr dazu über Follower (in beide Richtungen) konsequent zu löschen, was mir anfänglich schwer fiel, da i.P. genau das Gegenteil angestrebt wird. (siehe Ranking-Kommentare)
    Der Vorteil ist – hoher Informationsgehalt, Nachteil – die Liste wächst recht langsam.

    Gewöhnungsbedürftig ist die Kürze der Beiträge und das permanente, gezielte Ausrichten auf die eigenen Fragen und die Strategie
    - warum und für wen poste ich überhaupt-
    - wie persönlich will ich sein -
    - wie transparent möchte ich sein -
    - ist es OK, dass DIESER Kommentar in google erfasst wird -
    - wie klar ist meine thematische Ausrichtung -
    - wie hoch soll mein Werbeanteil sein -
    - welchen Mehrwert hat es für Leser und welchen für mich -

    Nun, ich lerne noch mit diesem Medium umzugehen und habe dabei festgestellt, dass ich nicht alle Tools rund um twitter nutzen muss/will und durchaus meine “blinden Flecke” diesbezüglich habe und auch gelassen behalten werde. :-)

    Mal schauen, wie es sich allg. entwickelt und ob ich diese Entwicklung mitmachen möchte.

    Viele Grüße aus Bielefeld

    PS. Reine Werbetwitter empfinde ich als sehr nervig.

  12. Monika Birkner:
    31. Mai 2009 um 08:11 Uhr

    @manuel: Danke für Ihren Beitrag.

  13. Monika Birkner:
    31. Mai 2009 um 08:11 Uhr

    Lieber Herr Apell,
    danke schön. Das beruht ganz auf Gegenseitigkeit.

  14. Monika Birkner:
    31. Mai 2009 um 08:15 Uhr

    Liebe Frau Klein,
    offenbar sind auch in relativ kurzer Zeit schöne Erfahrungen möglich.
    Grüße auf Toast? Klingt auf jeden Fall interessant.

  15. Monika Birkner:
    31. Mai 2009 um 08:27 Uhr

    @proziel,

    danke schön für Ihre differenzierten Überlegungen.

    Was die Follower betrifft und diejenigen, denen ich followe, habe ich auch schon gelöscht und werde weiter löschen, wenn es mir richtig erscheint. Reine Werbetwitterer sprechen mich ebenso wenig an wie Sie. Darüber hinaus ist mir wichtig, welche Energie ich erlebe. Ich möchte inspiriert werden und nicht heruntergezogen (und selbst auch in gleicher Weise wirken).

    Ihre Fragen in Bezug auf die Strategie möchte ich durchaus zur Nachahmung empfehlen. Viele scheinen sehr spontan in ihren Äußerungen und sich nicht immer bewusst, dass das Internet ein langes Gedächtnis hat.

    Ich bin gspannt, wie Ihre weitere Entwicklung aussehen wird.

  16. Elisabeth Mardorf:
    2. Juni 2009 um 17:37 Uhr

    Liebe Frau Birkner,
    Ihr Artikel hat mich motiviert, es bei aller Skepsis doch einfach mal zu versuchen. Danke für Ihre vielfältigen Anregungen! Hab auch gleich am Anfang einige nervige Follower gelöscht, die sich anscheinend mit irgendeiner Softwäre wie die Haie auf Twitter- Neuanmeldungen stürzen.
    Auf der anderen Seite stehen schon am ersten Tag einige freundliche und belebende Kontakte. Bin also gespannt.

  17. Monika Birkner:
    2. Juni 2009 um 21:02 Uhr

    Liebe Frau Dr. Mardorf,
    ich bin auch gespannt, welche Erfahrungen Sie machen.

  18. proziel:
    3. Juni 2009 um 08:56 Uhr

    Hier noch eine kleine strategische Ergänzung.
    2 Möglichkeiten, über die Followerliste hinaus gelesen zu werden.

    1. # (der Lattenzaun) :-)
    Das gezielte Einsetzen dieses Zeichens bewirkt, dass der eigene Beitrag (über die Followerliste hinaus)in bestimmten (unbekannten) Suchlisten auftaucht. Diese Suchlisten werden von Menschen gelesen, die man meistens nicht kennt.
    So hat der eigene Beitrag eine höhere Streuwirkung.

    z.B. #Studie
    Falls ich mir nicht sicher bin, auf welches Wort häufiger zugefriffen wird, mache ich folgendes:
    www.twazzup.com/search?q=%23studie&l…

    In diesem Tool suche ich nach der Formulierung, die ich nutzen möchte. Ist #Studie besser und häufiger als #Studien? Das Ergenis ist klar #Studie, weil häufiger genutzt.

    2. RT (in etwa die -ich möchte etwas weitersagen Funktion-)
    Wenn ich einen Beitrag aufgreifen möchte, nutze ich das RT, aber auch wenn ich auf Beiträge konkret antworte. (nicht immer)

    Wo liegt der Unterschied?
    1.) @Monikabirkner -auf Ihren Beitrag antworte ich gerne-
    *Dieser Beitrag taucht nicht bei meinen Followern auf – nur in meinem Profil, was konkret gelesen werden muß und im Profil des Addressaten (nicht öffentlich einsehbar)
    2.) RT @Monikabirkner -auf Ihren Beitrag antworte ich gerne-
    *Dieser Beitrag taucht bei meinen Followern auf und im Profil des Addressaten (nicht öffentlich einsehbar)

    Mit RT hat man also eine höhere Reichweite.
    Wenn man dann noch die entsprechende Wort mit # ergänzt ist das Maximum der Verbreitung perfekt. :-)

    PS:
    Sicher gibt es dafür viele tolle Extratools, aber ich mag nicht mit so vielen Werkzeugen hantieren.

    Wie man sieht, ist die eigene Zielsetzung für die Wahl der Strategie unabdingbar.

  19. Zamyat M. Klein:
    3. Juni 2009 um 09:06 Uhr

    @proziel
    Danke für die Tipps, das war mir noch nicht bewusst, dass nur ein Retweet RT bei meinen followern zu sehen ist und nicht auch ein @proziel. Bin ja auch noch relativ frisch dabei, aber immer erfreuter über die Ereignisse :-) .

  20. Monika Birkner:
    3. Juni 2009 um 13:56 Uhr

    @proziel: Danke schön für diese wertvollen Hinweise. Die sind eigentlich einen eigenen Artikel wert. Besonders interessant finde ich die Recherchemöglichkeit über www.twazzup.com, die ich noch nicht kannte. Ich bin noch dabei, die Werkzeuge zu erforschen und dieses scheint mir sehr nützlich zu sein.

    @Zamyat M. Klein: auf diesem Gebiet gibt es jeden Tag etwas Neues zu lernen.

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