Monika Birkner

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TeleSeminare sollten in keinem Coaching-Angebot fehlen

Von Monika Birkner | Montag, 22. Juni 2009

Coaches lieben in der Regel den Kontakt mit Menschen. Sie finden Befriedigung darin, wenn der Klient einen Durchbruch erzielt und mit leuchtenden Augen die Coachingsitzung verlässt. Doch das klassische 1:1-Coaching hat gravierende Nachteile. TeleSeminare sind eine ideale Möglichkeit, diese Nachteile zu kompensieren und sogar darüber hinaus weitere Chancen für die Klienten wie für den Coach zu eröffnen.

Was sind TeleSeminare?

Gemeint sind damit Telefonkonferenzen -  sie können auch durch Bildschirmpräsentationen begleitet sein und werden dann oft als Webinar bezeichnet -, bei denen beliebig viele Teilnehmer teilnehmen, sich gegenseitig hören und miteinander kommunizieren können. Der Coach als Moderator hat allerdings auch die Möglichkeit, durch vorübergehende Stummschaltung einzelner oder aller Teilnehmer eine eigene Präsentation vorzuführen.

Die Inhalte eines TeleSeminars – auch Telefonseminar genannt oder amerikanisch Teleclass – können unterschiedlichster Art sein. Neben Wissensvermittlung lassen sich Telefonseminare auch in vielfältiger Weise für Coachingzwecke nutzen.

TeleSeminar-Vorteil Nr. 1: Erhöhung der Reichweite und Ausbreitung von Coaching auf weitere Kreise

„Coaching ist ein Segen” sagte mir kürzlich jemand. Ich glaube auch, dass Coaching immer wichtiger wird und dass immer mehr Menschen die Möglichkeit haben sollten, es zu nutzen.

Während beim 1:1-Coaching die Anzahl der Klienten zwangsläufig limitiert ist, können beim TeleSeminar – das auch als ein Gruppencoaching stattfinden kann -, im Prinzip unbegrenzt viele Klienten aus den Erfahrungen und dem Wissen des Coaches Nutzen ziehen. Die genaue Zahl ist dabei abhängig von der Konzeption des TeleSeminars. Es gibt dafür zahlreiche Möglichkeiten.

TeleSeminar-Vorteil Nr. 2: Höheres eigenes Einkommen bei niedrigeren Preisen für die Klienten

Wenn ein Coach 1:1-Coachings als wesentliche Einnahmequelle hat, müssen die Honorare entsprechend hoch liegen. Bei TeleSeminaren können die Teilnahmegebühren für den Einzelnen niedrig liegen, während in der Summe der Coach mehr verdient. Beispiel: Wenn eine Stunde Einzelcoaching 150 EUR kostet und eine Stunde TeleSeminar 30 EUR, beträgt schon bei nur sechs Teilnehmern das Gesamteinkommen für diese Stunde 180 EUR.

TeleSeminar-Vorteil Nr. 3: Mehr Zeit für sich selbst und besseres Coaching für die Klienten

Gerade sehr erfolgreiche Coaches haben ein Burn-out-Risiko. Wenn sich die Klienten die Tür in die Hand geben, ist irgendwo die Grenze erreicht, wo es schwer fällt, jedem einzelnen die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen und wo die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen. Da es möglich ist, mit TeleSeminaren in einer Zeiteinheit mehr Klienten zu erreichen und mehr Einkommen zu erzielen, bleibt mehr Zeit für eigene Erholung, Weiterbildung etc. Letztlich kommt auch das den Klienten wieder zugute.

TeleSeminar-Vorteil Nr. 4: Bessere Nutzung der eigenen Potenziale zum Wohle der Klienten

Coaches lieben es, andere bei der Nutzung von deren Potenzialen zu unterstützen. Doch was ist mit den eigenen Potenzialen? Nicht selten leiden Coaches an einer gewissen Form von Unterforderung. Ein typischer Coach arbeitet stark reaktiv. Die Ziele des Klienten sind maßgeblich, und das ist auch gut.

Aber die Kehrseite des Ganzen ist, dass vieles, was der Coach sonst noch an Wissen, Erfahrungen, Methoden etc. zu bieten hat, nicht abgerufen wird. Das ist auf Dauer für den Coach nicht befriedigend. Außerdem enthält er damit den Klienten etwas Wichtiges vor, durch das die Klienten noch schneller und besser weiter kommen könnten.

TeleSeminare bieten unzählige Möglichkeiten, um Klienten neue Methoden vorzustellen, ihnen Basis- und Hintergrundwissen zu vermitteln oder sie in Bereichen zu unterstützen, die über die engere Zielsetzung des Klienten hinausgehen und zum Beispiel weitere Lebensbereiche betreffen.

So kann  ein Führungscoaching ergänzt werden um TeleSeminare zu Führungsthemen allgemein oder um Selbst- und Stressmanagement. Ein Coaching zur beruflichen Neuorientierung kann sinnvoll unterstützt werden durch TeleSeminare, in denen die Nutzung von XING, Twitter und anderen Möglichkeiten des Internets dargestellt wird.

TeleSeminar-Vorteil Nr. 5: Stabileres Geschäftsmodell und damit mehr Sicherheit für die Klienten

Das Geschäftsmodell des 1:1-Coachings limitiert die Einkommensmöglichkeiten, abhängig von der Zahl der möglichen Coachings in einem Monat und der Preispolitik. Darüber hinaus bedeutet es, dass im Falle von Weiterbildung, Urlaub, Krankheit etc. die Einkommensquelle entfällt und man vor- und nacharbeiten muss, um wieder auf den gewünschten Monatsschnitt zu gelangen.

TeleSeminare bieten nicht nur den Vorteil, bei gleichem Zeiteinsatz mehr zu verdienen, sondern darüber hinaus können in vielen Fällen die Mitschnitte der TeleSeminare eine eigenständige Einkommensquelle werden Mit anderen Worten: Der Coach hat einmal den Aufwand und erzielt noch Jahre später Einnahmen daraus.

Auch Coaches, die sich  mit Technik nicht gut auskennen, können TeleSeminare durchführen

In den USA gibt es kaum einen Coach, der keine TeleSeminare anbietet. In Deutschland  nimmt das Interesse daran mehr und mehr zu.

Was viele Coaches davon abhält, sind die technischen Fragen sowie das Unwissen über die Details, die zu einem gelungenen TeleSeminar gehörten. Es ist in der Tat mühevoll, sich alle diese Details selbst anzueignen. Doch es gibt Möglichkeiten, sich diesen Aufwand zu erleichtern.

Mein  MP3-Kurs über TeleSeminare

Mein MP3-Kurs „Wie Sie TeleSeminare für Ihre Kunden und Ihr Business nutzen – eine Schritt- für- Schritt- Anleitung zum ersten eigenen TeleSeminar” vermittelt das nötige Wissen. Er geht unter anderem speziell auf TeleSeminare ein, die Coachingzwecken dienen. Ein persönliches Telefoncoaching unterstützt bei der Umsetzung. Außerdem gibt es eine Geld-zurück-Garantie von einem Jahr.

Wie denken Sie über die Einbeziehung von TeleSeminaren in das Angebot von Coaches? Wie denken Sie darüber als Coach? Wie denken Sie darüber als potenzieller Klient für ein Coaching?

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5 Leserkommentare zu “TeleSeminare sollten in keinem Coaching-Angebot fehlen”

  1. Annja Weinberger:
    23. Juni 2009 um 09:14 Uhr

    Ich bin zwar kein Coach, sondern Texterin und Marketing-Beraterin, aber ich halte sehr viel von Tele-Seminaren. Zum einen habe ich als Ihre Kundin erlebt, wie hilfreich solche Seminare sein können. Man gewöhnt sich sehr schnell an das in der Gruppe telefonieren. Über die Stimme bekommt man viel über einen anderen Menschen mit. Da ich oft im Ausland lebe, könnte ich fast nie zu Präsenzseminaren gehen.

    Und mir gefällt die Mischung aus Nähe und Distanz, die sich bei dieser Art Coaching ergibt.

    Für mein business ziehe ich Tele-Seminare auch in Betracht. Denke da aber einen Mix aus Gruppen-Angeobt und begleitender individueller Beratung. Denn Textarbeit oder Akquise-Beratung läuft zu guter Letzt auf 1 zu 1 hinaus.

    Ihre Anregung, dass ein Geschäftmodell, das nur auf 1 zu 1 beruht sehr mühselig ist, finde ich sehr wertvoll.

    Vielen Dank also für die Idee,
    Annja Weinberger

  2. Monika Birkner:
    23. Juni 2009 um 18:53 Uhr

    Liebe Frau Weinberger,
    der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. TeleSeminare lassen sich in vielfältiger Weise einsetzen, sicher auch für Ihr Business.

  3. Ivan Blatter:
    26. Juni 2009 um 11:05 Uhr

    Ich führe bereits Webinare durch und zwar zur Steigerung der persönlichen Produktivität. Das ist zu 80-90% eine Sache erfolgreicher Gewohnheiten und nur zu 10-20% von Wissen. “Normale” Präsenzseminare, die einen oder zwei Tage dauern, zeigen oft nur wenig Wirkung: Kaum ist man zurück am Arbeitsplatz, ist man komplett vom Alltag absorbiert und hat kaum Zeit und Muse, das Gelernte umzusetzen. Deshalb dauert mein Webinar 8 Wochen, pro Woche 1 Stunde. So ist die Umsetzung in den Alltag eher möglich – sofern man selber aktiv wird. :-)

    Für mich eine fantastische Form von Seminar. Die Kunden haben mehr davon (=besserer Transfer in den Alltag), sparen Reise-/Übernachtungskosten und können von überall her teilnehmen.

    Ungewohnt ist nur, dass ich die Teilnehmer nicht sehen kann und damit keine non-verbale Rückmeldung habe: Bin ich zu schnell? Zu langsam? Stutzen die Zuhörer? Usw.

    Abgesehen davon, bin ich voll und ganz von dem Konzept überzeugt.

  4. Monika Birkner:
    30. Juni 2009 um 10:54 Uhr

    Lieber Herr Blatter,

    gerade für solche Themen, wo es wirklich um die Bildung neuer Gewohnheiten geht, finde ich TeleSeminare und Webinare hervorragend geeignet.

    Die Teilnehmer nicht zu sehen, ist nur am Anfang ungewohnt. Mit der Zeit kann man eine sehr hohe Sensibilität entwickeln, wie die Teilnehmer reagieren, auch wenn man sie nicht sieht.

  5. Sieben Fragen an: Monika Birkner:
    17. September 2009 um 12:17 Uhr

    [...] die natürlichen Weggefährten eines Coaches. Wichtige Gründe dafür habe ich vor einiger Zeit in meinem Blog [...]

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