Marcel Schreyer hat einen interessanten Beitrag veröffentlicht, der sich kritisch mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinandersetzt und dazu rät, Kosten und Nutzen genau unter die Lupe zu nehmen. Möglicherweise sind andere Marketingmaßnahmen wesentlich interessanter. Mein Kommentar dazu lautet:
Hallo Herr Schreyer,
endlich mal ein Beitrag, der SEO nicht als absolutes Muss deklariert, sondern Kriterien für einen differenzierten Umgang damit an die Hand gibt.
Sie schreiben: “Je höher der Wettbewerb um bestimmte Suchbegriffe, desto höher die Kosten für SEO.” Wenn der Wettbewerb um bestimmte Suchbegriffe sehr hoch ist, bedeutet das auch, dass SEO irgendwann an ihre Grenzen stößt. Wer beispielsweise das Stichwort “Suchmaschinenoptimierung” eingibt, erhält bei Google ungefähr 9.280.000 Einträge. Welche SEO-Agentur kann versprechen, bei solchen Größenordnungen, die für viele allgemeine Suchbegriffe gelten, den eigenen Eintrag auf einen der vorderen Plätze zu bringen? Ob man auf S. 21 oder S. 22 steht, macht hingegen keinen großen Unterschied mehr.
Wenn man hingegen weiter differenziert, zum Beispiel nach “Suchmaschinenoptimierung für Anwälte” googelt, hat man noch 9 Einträge. Die kann man auch ohne SEO überschauen.
Ich will damit nicht sagen, dass SEO nichts bringt. Doch ist es wirklich wichtig, zu erwartenden Aufwand und zu erwartende Ergebnisse realistisch zu prüfen.
Wie halten Sie es mit dem Thema “Suchmaschinenoptimierung?”
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












8 Kommentare
seo ‘s ( stammen imho aus web 1.0 ) sind in meinen augen die hedge fonds verkäufer des web 2.0 – also no go area …
ich nutze auch das “all in one seo tool” für mein blog bei wordpress aus genau diesem grunde nicht.
das netz bereinigt sich selbst.
quality is better than quantity…
Liebe Frau Dr. Schons,
noch idealer finde ich, wenn Qualität und Quantität zusammen kommen.
Vor etwa 4 Jahren wurden wir vom Verband auf 2 SEOS aufmerksam gemacht.
2 Versuche haben wir gestartet.
Versuch 1: ca. Euro 1000,00 verbrannt, nichts gebracht, aber zuvor viel versprochen (und leider auch geglaubt).
Versuch 2: viel versprochen, SEO hat aber nie angefangen, nichts bezahlt, also Geld gespart.
Seit der Zeit gestalten wir lieber saubere Seiten halten uns an die Vorgaben von Google und dann passiert, was Doc Sarah schreibt: Das Netz bereinigt sich selbst.
SEO kann, muss aber nicht zu mehr Umsatz führen. Die Ausführungen von Herrn Schreyer sind etwas “halbherzig”, da das Internet ständig wächst und man sehen muss, welche Möglichkeiten die Suchmaschinenoptmierung einem persönlich bieten. Wenn man erwartet, dass man nach einer Optimierung nichts mehr zu tun braucht, als einfach abzuwarten bis der nächste Kunde/Käufer anruft, ist man auf dem Holzweg. Dennoch kann man zumindest die Anfragen teilweise enorm steigern. Was Sie mit den “Mehranfragen” anfangen kann Ihnen kein SEO-Spezialist abnehmen. Nur auf das Web zu setzen ist der falsche Weg, aber es nicht zu nutzen, ein fataler Fehler.
Und ja, ich bin einer von “denen”
Ich gebe zu, ich bin auch einer von “denen”.
Und ja, es gibt viele schwarze Schafe in diesem Bereich. Aber darauf verzichten kann man meiner Meinung nach nicht. Es kommt natürlich darauf an, wie viel Umsatz man über das Internet generiert. Das ist sicherlich von Firma zu Firma sehr unterschiedlich.
Nur muss man nicht gleich eine teure Agentur beauftragen. Es reicht auch, sich etwas mit dem Thema auseinander zu setzen und dann selbst Hand anzulegen. Die meisten Websites haben noch viel Optimierungspotenzial und um Backlinks kann man sich auch selbst kümmern. Nur die Zeit von irgendwann ein Problem. Dann muss man sich andere Leute suchen, die das übernehmen. Nur dann weiß man auch, was etwas bringt und was man will und niemand wird einen übers Ohr hauen.
Auch so, und warum jetzt das “all in one Seo Tool” schlecht sein soll, verschließt sich mir. Das verstößt nicht gegen die Richtlinien von Google und Qualität statt Quantität in diesem Zusammenhang verstehe ich auch nicht. Was hat das Tool mit Quantität zu tun?
Hallo zusammen,
das scheint ja ein heißes Eisen zu sein. Ich denke, es läuft wirklich darauf hinaus, im Einzelfall zu prüfen, wo man steht, was man will und wie man es am besten erreichen kann. Auf das Internet zu verzichten, können sich wahrscheinlich die wenigsten Unternehmen leisten. Nur auf das Internet zu setzen, wäre einseitig. Online- und Offline-Aktivitäten können sich gut ergänzen.
Liebe Frau Birkner,
vielen Dank für Ihren Link, der für mich Anlass war, einen Artikel in meinem Blog (blog.die-web-architektin.de/index.php?/a…) zu verfassen. Das Thema ist in der Tat kompliziert, vor allem, weil jeder unter Suchmaschinenoptimierung ein bißchen was anderes versteht.
Mein Eindruck ist, dass viele Unternehmen falsche Vorstellungen davon haben, was SEO ist und was man damit mit angemessenem Aufwand erreichen kann. Und den meisten ist nicht bewusst, dass sie sehr viel selbst in der Hand haben, bevor sie es teuer outsourcen müssen. Auch mit kleinem Budget kann man viel erreichen, wenn man sich im Netz engagiert, und umgekehrt versprechen gute Suchmaschinenpositionen nicht automatisch den Bomben-Umsatz.
Viele Grüße
Bettina Ramm
Die WEB-Architektin
Liebe Frau Ramm,
herzlichen Dank für Ihren interessanten Beitrag. ich werde darauf noch einmal in einem extra Posting eingehen.
Ein Trackback
[...] vor kurzem erschienener Beitrag über Suchmaschinenoptimierung, mit dem ich einen Artikel von Marcel Schreyer kommentiert hatte, hat eine rege Diskussion [...]