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Scheiden tut weh?
Von Monika Birkner | Samstag, 4. April 2009
“Winter ade, scheiden tut weh” sangen wir in der Kindheit. Doch so richtig weh tat es nie, weil ja nach dem Winter der Frühling kam. Daran dachte ich heute, als ich mein früheres Typepad-Blog aufgelöst habe. Das Typepad-Blog, das ich 2005 errichtet habe (ist es tatsächlich schon so lange her?) war eine gute Erfahrung, um überhaupt erste Gehversuche mit dem Bloggen zu machen. Doch mit dem neuen Blog habe ich eine neue Stufe erreicht in vielerlei Hinsicht. Es ist nicht nur optisch ansprechender, sondern auch viel mehr frequentiert als das frühere Blog. Und vor allem freue ich mich über die zahlreichen Kommentare hier.
Doch gleichwohl habe ich eine Weile gebraucht, bis ich reif für diesen Schritt war. Es ist auch ein bisschen Wehmut damit verbunden. Doch die Erleichterung überwiegt.
Das ist für mich ganz generell der Gradmesser, wenn Veränderungen anstehen. Wenn ich spüre, dass mit der Veränderung Erleichterung verbunden ist, weiß ich, dass sie der richtige Schritt ist und dass das Alte wirklich zu Ende ist.
Wie erleben Sie das Scheiden? Wie stellen Sie fest, wann es Zeit für den nächsten Schritt oder sogar Sprung ist?
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6. April 2009 um 12:51 Uhr
Liebe Frau Birkner,
auf den Winter bezogen tut mir scheiden auch nie weh, im Gegenteil: in diesen schönen Sonnentagen blühe ich regelrecht auf – und habe Samstag 10 Stunden(!) meinen Balkon entrümpelt, alles mögliche gestrichen (natürlich gelb- rot:-)) und Blumen gepflanzt und eingetopft- es ist eine Wonne.
Ansonsten ist Trennen ja für mich ein “Lieblingsthema”, sei es entrümpeln und damit trennen von alten Sachen, sei es von einer Zielgruppe, weil eine neue ansteht oder von alten Seminarthemen.
Auch sonst war ich da in meinem Leben wohl eher immer etwas radikal: wann immer ich merkte, dass eine Beziehung nicht mehr stimmte oder eine Wohnung, dann habe ich sie beendet oder bin umgezogen, obwohl ich vor Umzügen einen Horror habe. Aber es muss eben stimmen um mich herum, sonst geht viel Energie verloren.
Daher sitze ich ja jetzt seit 10 Jahren in meiner Traumwohnung- und seit dem Wochenende habe ich nun auch noch einen Traumbalkon.
Scheiden hat ja auch etwas mit Ent- Scheidung zu tun (wozu ich ja mein 1. E-Book geschrieben habe)
und auch trifft das Gleiche zu:
Wenn ich mich ewig nicht entscheide, kostet das unglaublich viel Energie.
Wenn man dann eine Entscheidung FÜR etwas getroffen hat, fällt oft ein dicker Ballast von den Schultern. Man fühlt sich buchstäblich erleichtert – und weiß auch dann, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat.
Woran ich spüre, ob es Zeit für das Scheiden ist?
An Unwohlsein, an Energiemangel, an Krankheit- da gibt es wohl viele Hinweise und Symptome, die zeigen, dass eine Veränderung ansteht.
Leider braucht man manchmal etwas länger, bis man den Zusammenhang kapiert… Das ist eben unser ständiges Lernfeld.
6. April 2009 um 21:05 Uhr
Liebe Frau Klein,
die Verbindung zwischen Scheiden und Ent-Scheiden gefällt mir. Entscheidungen zu treffen, kann in der Tat sehr befreiend sein und wahre Energieschübe auslösen.