Monika Birkner

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Marktlücke erkannt: Coworking als preiswerte und flexible Büroalternative für Selbstständige – Interview mit Oskar Mahler und Bastian Klein von Kaiser79 in Frankfurt

Von Monika Birkner | Montag, 16. November 2009

Viele Selbstständige und Freiberufler schätzen die Vorteile des Home-Office, kennen aber auch die Schattenseiten, zum Beispiel Isolation oder fehlende Disziplin. Ein eigenes Büro oder ein konventioneller Büroservice sind vielleicht zu teuer oder lohnen sich nicht, weil man viel unterwegs ist. Die neue Alternative heißt Coworking. In Frankfurt habe ich mir Coworking vor Ort angesehen und den Betreibern, Oskar Mahler und Bastian Klein, einige Fragen gestellt.  Oskar Mahler ist in Frankfurt bekannt als der Stadtteilbildhauer des Frankfurter Bahnhofsviertels, Imageberater und Präsident des Treffpunkt Bahnhofsviertel, Interessengemeinschaft zur Förderung von Gewerbe, Kultur, Handel und privatem Grundbesitz. Bastian Klein ist freier Journalist. IMG_7638-Bearbeitet  237  x 158 Pixels

Kaiser 79 heißt die Adresse, wo ein innovativer Arbeitsraum für Kreative entsteht. Die Adresse deutet auf die Lage an der Kaiserstr. hin, ganz in Bahnhofsnähe, daher gut zu erreichen.  20 Arbeitsplätze und ein Konferenzraum können tage-, wochen- oder monatsweise gemietet werden.

Monika Birkner: Herr Klein, Herr Mahler, für wen ist Ihr co-working-space gedacht?

Bastian Klein: Für jeden, der eine kreative Arbeitsatmosphäre und den Austausch mit anderen Menschen schätzt. Das können Freiberufler und Selbstständige sein oder jemand, der zum Beispiel an einer akademischen Arbeit schreibt. Unsere aktuellen Nutzer kommen aus den Bereichen Design, Event-Management und IT. Ein Steuerberater, der gerade ein eigenes Büro gründet, ist bei uns aber genauso gut aufgehoben. Für vertrauliche Unterlagen gibt es abschließbare Container.

Monika Birkner: Welche Vorteile hat das Coworking gegenüber anderen Alternativen?

oskarubastian 270 x 405 PixelsBastian Klein: Wir sind flexibler. Weil es im Kaiser79 vergleichsweise wenige Arbeitsplätze gibt, finden wir für jeden eine Lösung. Außerdem steht bei uns der Gedanke des gemeinschaftlichen Arbeitens im Vordergrund. Wir sind keine Vermieter, sondern stellen einen Raum zu Verfügung, der wachsen kann und sich immer weiter entwickeln soll. Generell können wir jedes Konzept umsetzen, dass zu dem Gedanken gemeinschaftlichen Arbeiten in einem Raum passt.

Monika Birkner: Sie wollen nicht nur einen Büro-Arbeitsplatz anbieten, sondern es geht Ihnen um mehr. Sie wollen einen Raum schaffen, in dem Austausch entsteht, Synergien möglich werden und Leben und Arbeiten sich verbinden. Wie könnte das aussehen und weshalb ist es für Ihre Kunden attraktiv?

Oskar Mahler: Man lernt sich auf einer lockeren Ebene kennen. Daraus können berufliche Kooperationen entstehen oder auch Freundschaften. In jedem Fall wächst das eigene Netzwerk. Synergien fangen bei Kleinigkeiten an: So könnte zum Beispiel ein Texter dem Grafiker gegenüber einen Auftrag vermitteln, wenn dieser seine Arbeit durch den Coworking-Space schon kennt. Daraus kann eine enge Zusammenarbeit entstehen, aus der vielleicht eine engere Geschäftliche Partnerschaft entsteht.

Außerdem muss jemand, der sich bei uns einrichtet, keine langfristige Bindung eingehen. Die Nutzer können jederzeit ihr Mietmodell verändern, wenn sie zum Beispiel auf eine veränderte Auftragslage reagieren oder einen längeren Urlaub machen wollen.

Monika Birkner: Was kostet ein Arbeitsplatz bei Ihnen?

IMG_7597  475 x 316 PixelsBastian Klein: Sie zahlen nur die Zeit, die sie nutzen. In jedem Fall ist der Arbeitsplatz mit Bürostuhl und Internet (50 MBit) inklusive. Einschließlich Mehrwertsteuer kostet zum Beispiel ein Ticket, mit dem man ein Jahr lang an 10 beliebigen Werktagen kommen kann 170 Euro. Wer sich monatlich fest einmieten will und sich langfristig einrichten möchte, zahlt 300 Euro pro Monat, dann ist etwa die Nutzung des Konferenzraumes und ein Briefkasten inklusive. Wer nur hin und wieder für einen Tag kommt, kann ein Tagesticket für 20 Euro kaufen.

Monika Birkner: Wo und wie können sich Interessenten informieren?

Bastian Klein: Einfach anrufen (0179/8843604) oder vorbeikommen. Jeden Donnerstag haben wir Open House von 19 bis 21 Uhr. E-Mail geht natürlich auch: bastianøkaiser79.de

Monika Birkner: Vielen Dank für das Interview.

Hier noch einmal die genaue Adresse: Kaiserstr. 79, 60329 Frankfurt. Weitere Info auf der Website.

Wer sich generell über Coworking informieren möchte, findet hier weitere Details.

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4 Leserkommentare zu “Marktlücke erkannt: Coworking als preiswerte und flexible Büroalternative für Selbstständige – Interview mit Oskar Mahler und Bastian Klein von Kaiser79 in Frankfurt”

  1. Mcarla:
    16. November 2009 um 14:33 Uhr

    Ich finde diese Idee sehr interessant, so können Synergie-Effekte genutzt werden. Interessant ist auch die tagesweise “Miete”, vor allem für Menschen, die von zu Hause arbeiten, so können Sie einige Tage ungestört arbeiten.

    Gruß Mario Carla

  2. Marcel Schreyer:
    17. November 2009 um 15:35 Uhr

    Sehr schönes Konzept und ebensolche Räume. Wäre ich in FFM wäre das eine echte Alternative zu meinem ersten Büro gewesen.

    Grüße
    Marcel Schreyer

  3. Monika Birkner:
    18. November 2009 um 09:04 Uhr

    Lieber Herr Carla,
    die tageweise Miete ermöglicht es, für sich selbst den perfekten Mix zu finden. Das gefällt mir auch gut.

  4. Monika Birkner:
    18. November 2009 um 09:06 Uhr

    Lieber Herr Schreyer,
    vielleicht kennen Sie ja jemanden in Frankfurt, für den es in Frage käme.

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