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Leserinterview: Nina Zobel

Von Monika Birkner | Montag, 3. August 2009

Nina ZobelHeute: Nina Zobel.

1. Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor.

Mein Name ist Nina Zobel, ich bin 35 Jahre jung, verheiratet und Mutter eines kleinen Sonnenscheins.
Seit knapp sechs Jahren erledige ich als selbstständige Bilanzbuchhalterin die Buchhaltung von kleineren und mittleren Unternehmen. Vor zwei Jahren absolvierte ich zusätzlich ein Fernstudium zum Personal Coach. Damals wollte ich lernen, wie ich anderen gezielt helfen kann. Denn für andere da zu sein und zuhören zu können, reichte mir nicht.

In meiner langjährigen Praxis als Bilanzbuchhalterin erlebe ich oft, dass viele Kunden nur “das Nötigste” absetzen und viele Posten immer wieder vernachlässigt werden. Das können Kleinigkeiten sein wie die Autowäsche, für die der Beleg “vergessen” wird oder die ADAC-Mitgliedschaft, die “schon immer vom Privatkonto abgebucht wurde”. Doch manchmal sind auch “dicke Brocken” dabei wie Übernachtungskosten zu einem Seminar, zu dem keine Fahrtkosten und Spesen abgerechnet werden. Das kann sich schnell auf mehrere hundert Euro “verschenktes Geld” summieren.Daraus ist vor kurzem der BuchhaltungsCoach entstanden. Als BuchhaltungsCoach helfe ich den Unternehmern, diese Einsparpotenziale aufzudecken und künftig alles abzusetzen, was möglich ist, um kein Geld mehr zu verschenken.

2. Seit wann gibt es Ihr Unternehmen und wie kam es zur Gründung?

Seit 2003 bin ich selbstständige Bilanzbuchhalterin. Ich begann die Selbstständigkeit während unserer Bauzeit – also einer Zeit, in der für eine so zeitraubende Aufgabe wie eine Neugründung normalerweise keine Zeit ist. Ich wollte es trotzdem – unbedingt! Dank meiner riesigen Motivation und hohem Einsatz schaffte ich es und war unglaublich stolz auf meinen ersten kleinen Auftrag drei Monate später.
Das BuchhaltungsCoaching ergab sich, weil ich feststellte, dass es immer wieder bestimmte Bereiche gibt, die von Unternehmern vernachlässigt werden. Und da ich bestrebt bin, jedem Unternehmer beim Sparen zu helfen, habe ich ein Konzept entwickelt, mit dem ich in einem 1-stündigen Telefonat die Einsparpotenziale aufstöbere.
Das finde ich das Spannende an der Sache, dass beide Seiten nur Vorteile daraus ziehen.

3. Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich bin stolz darauf, dass ICH diejenige bin, die diesen Bereich ins Leben gerufen hat. Jetzt können Unternehmer analysieren lassen, ob und wo sie Geld verschenken und erfahren, wie sie künftig ihre Einsparpotenziale nutzen können.
Ich bin stolz darauf, dass ich alles in meinem Leben so gut unter einen Hut bekomme. Bis vor 1 ½ Jahren habe ich zusätzlich zur Selbstständigkeit noch Vollzeit in einem Hamburger Konzern gearbeitet und u.a. die Konzernabschlüsse nach HGB und IFRS erstellt. Damals hatte ich täglich 3 ½ bis 4 Stunden Fahrzeit. Meine Buchhaltungen erledigte ich damals nach Feierabend und am Wochenende. Jetzt bin ich in Elternzeit und vereinbare meine Familie, meine Buchhaltungen und das BuchhaltungsCoaching ganz wunderbar miteinander.
Ganz stolz bin ich darauf, dass ich meine Ideen bisher recht erfolgreich verwirklicht habe. Ich liebe es, mich so richtig in ein neues Gebiet oder eine neue Kundenbuchhaltung einzubringen. Teilweise wache ich nachts auf und habe Ideen, die ich aufschreibe, damit ich sie am nächsten Tag gleich umsetzen kann.

4. Wofür sind Sie besonders dankbar?

Dankbar bin ich für meine tolle kleine Familie, die mich bei meinen Flusen immer unterstützt hat, auch wenn sie anfangs nicht so Erfolg versprechend schienen. Außerdem für meinen Ehrgeiz und meine Power. Und für meine positive Denkweise und Sicht der Dinge. Ich finde an jeder negativen Situation etwas Positives und Motivierendes.

5. Was zeichnet Ihre idealen Kunden aus?

Ich liebe es, Ordnung in bestehendes Chaos zu bringen – sowohl in buchhalterisches als auch in persönliches. So sind mir die liebsten Kunden die, die Ihre Buchhaltung als lästiges Übel erleben. Denn dort kann ich am meisten für die Kunden bewirken und ihnen künftig sowohl beim Sparen helfen als auch bei ihrer Buchhaltung entlasten.
Dabei hole ich die Kunden dort ab, wo sie stehen. Das kann entweder eine unvollständige Buchhaltung sein oder eine Schuhkartonwirtschaft. Je chaotischer, desto besser… ;-)
Wenn ich den Kunden dann noch ausrechne, was sie künftig sparen, weil ich darauf achte, dass auch alle Belege abgesetzt werden, sind sie ganz begeistert. Und ich freue mich sehr darüber, so viel bewirkt zu haben mit Dingen, die für mich ganz selbstverständlich sind.
Meine idealen Kunden schätzen meine Arbeit und freuen sich, dass ich auch andere Aufgaben erledige, auf die sie keine Lust haben, wie z.B. Formulare ausfüllen, “noch mal eben schnell etwas fertig machen” oder Rechnungen selbst anfordere, die fehlen.
Sie sind dankbar für die Zusammenarbeit und nehmen es nicht als selbstverständlich hin, dass ich an mich selbst den Anspruch stelle, immer eine Spur besser und schneller zu sein als zugesagt.
Zu vielen meiner Kunden hat sich im Laufe der Zeit ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt, aus dem beide Seiten profitieren.

6. Was hat Ihnen beim bisherigen Wachstum geholfen?

Ich liebe es, mich weiterzubilden und Fachbücher zu lesen. So erfuhr ich auch gerade aktuell aus dem Buch “Wachstumsstrategien”, dass ich schon ziemlich gut aufgestellt bin und bereits viele Dinge intuitiv so erledige, wie sie geraten werden.
Außerdem hat mir mein Mann sehr geholfen, der stets bei meinen Ideen hinter mir steht und mich unterstützt. Und wenn es mal “komische” Ideen sind, holt er mich wieder auf den Teppich zurück.

7. Wie haben Sie mein Buch “Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer” entdeckt und was haben Sie daraus für Ihre Situation mitgenommen bzw. schon umgesetzt?

Das Buch habe ich aufgrund des Newsletters beim Durchstöbern Ihrer Homepage entdeckt.
Besonders angesprochen hat mich der Part mit dem spirituellen Geld: “…eine Arbeit nicht deshalb zu tun, weil Sie sie tun wollen, sondern weil sie getan werden muss und Sie tief in Ihrer Seele wissen, dass Sie derjenige sind, der sie tun sollte… etwas Sie besonders berührt, ärgert oder anspricht und Sie sich fragen, warum sich bisher niemand darum gekümmert hat.”
Da wusste ich, genau so ist es bei mir. Denn diese Aufgabe hat MICH gesucht und jetzt tue ich das, was sinnvoll ist und anderen zugute kommt – und mir auch noch einen Heidenspaß bringt.

Nina Zobel
Bilanzbuchhalterin & Personal Coach
www.BuchhaltungsCoach.de

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1 Leserkommentar zu “Leserinterview: Nina Zobel”

  1. Leserinterview mit Coach und Autorin Monika Birkner « Weblog Nina Zobel:
    3. August 2009 um 20:37 Uhr

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