Klarheit und Flow durch Entscheidungsspaziergänge

Manchmal steckt man ja etwas fest. Beispielsweise dann, wenn komplexere Entscheidungen anstehen und alles wie ein verworrenes Wollknäuel wirkt. Es will einfach nicht gelingen, den Knoten zu durchschlagen. Doch für solche Situationen gibt es ein ganz einfaches Mittel: Entscheidungsspaziergänge.Was ist ein Entscheidungsspaziergang?

Vermutlich hat jeder schon erlebt, dass körperliche Bewegung – besonders in schöner Natur – auch Bewegung in die Gedanken bringt. Wem sind nicht beim Laufe, Walken oder Radfahren schon interessante Eingebungen gekommen?

Für die meisten sind das Zufallsprodukte.

Die Kunst besteht darin, Spaziergänge ganz bewusst und gezielt zu nutzen, um Entscheidungen zu treffen oder vorzubereiten.

Ich habe es gerade heute Morgen praktiziert und bin seitdem in einem echten Flow-Zustand. Tolle Ideen tauchen wie aus dem Nichts auf. Alles fügt sich wie von selbst.

Wie funktioniert ein Entscheidungsspaziergang?

Im Prinzip ganz einfach. Man nimmt sich ganz bewusst ein Thema vor, das man während des Spaziergangs klären möchte. Beim Spazierengehen führt man eine Art Selbstgespräch. Keine Sorge – ich meine nicht, dass man Aufsehen erregen sollte, indem man laut vor sich hin brabbelt. Sondern ich meine innere Selbstgespräche. Diese führen wir ja ohnehin permanent, nur die meiste Zeit unbewusst.

Während des Spaziergangs tun wir es ganz bewusst und gezielt.

Alle Gesichtspunkte, die für die Entscheidung relevant sind, kommen zu Gehör und tauschen sich aus.  Ich selbst nutze verstärkend noch die Sedona-Methode, doch es geht auch ohne sie. Wichtig ist die Absicht, eine Klärung herbeizuführen und dafür all  dem Raum zu geben, was bisher im Untergrund „gegrummelt” hat. Der absichtsvolle und achtsame  Umgang auch mit den Aspekten, die wir im Alltag eher unter den Teppich kehren, die Bewegung, die frische Luft – alles das trägt dazu bei, dass wirklich etwas in Bewegung kommt, auch innerlich.

Nach einer gewissen Zeit hat sich Klarheit eingestellt. Damit verbunden ist mehr Energie, die Dinge nun anzupacken. Dadurch bewegt sich noch mehr. Und irgendwann stellt sich vielleicht – wie bei mir heute Morgen – der Flow ein, wo alles wie von selbst zu gehen scheint.

Insofern kann ich Entscheidungsspaziergänge nur wärmstens empfehlen.

Welche Erfahrungen haben Sie damit oder mit anderen Methoden gesammelt?

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4 Kommentare

  1. Erstellt am 29. April 2009 um 23:10 | Permanent-Link

    Schöne Idee, der Entscheidungsspaziergang!
    Ich nutze einen Spazierengang manchmal zur Ideenfindung, also wenn ich beispielsweise eine neue Idee für einen Workshop suche. Und das meistens so:
    Vor dem Spaziergang notiere ich mir Inputs auf ein Blatt Papier. Kritzle, zeichne – ein buntes Blatt eben.
    Dann mache ich mich auf den Weg. Das vorherige zu Papier bringen von Inputs und der darauf folgende Spaziergang hat mir schon manche gute Idee beschert – aber manchmal blieb der Kopf auch leer :-)
    Auch konnte ich beim Spazieren gehen immer gut lernen. Ging so lange spazieren, bis ich die mitgenommenen Karteikarten mit den notierten Informationen durch hatte.

  2. Erstellt am 29. April 2009 um 23:26 | Permanent-Link

    Nun, ich mache nicht unbedingt einen Spaziergang. Aber wenn ich eine wichtige Entscheidung zu treffen habe, oder eine Lösung für eine Herausforderung suche, verlasse ich mein Haus oder mein Büro. Abtsand von dem, was mich immer umgibt. Sei es mit dem Auto irgendwo planlos hin, mit dem Hund in die Feldmark, oder auch wie angesprochen mit dem Rad unterwegs sein. Dabei ist für mich nur wichtig, in eine andere Umgebung zu kommen, egal wo und egal wie.
    Meist kommt ich dann zu einem Ergebnis oder einer Lösung.

  3. Monika Birkner
    Erstellt am 30. April 2009 um 19:45 | Permanent-Link

    Lieber Herr Heidenberger,
    Spaziergänge zur Ideenfindung und zum Lernen zu benutzen, finde ich auch sehr schöne Ideen. Ich bin überzeugt, dass man noch mehr Möglichkeiten findet, wenn man lange genug sucht. Auch zur Konfliktklärung mit einer anderen Person eignen sie sich vorzüglich.

  4. Monika Birkner
    Erstellt am 30. April 2009 um 19:46 | Permanent-Link

    Lieber Herr Lalk,
    andere Umgebungen können sehr anregend sein. Ich reise selten, doch wenn es dann doch geschieht, liebe ich es zum Beispiel, Zugfahrten zum Nachdenken über bestimmte Themen zu nutzen.

Ein Trackback

  1. Von Quellen der Inspiration | Monika Birkner am 2. Mai 2009 um 14:29

    [...] Klarheit und Flow durch Entscheidungsspaziergänge [...]

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