Monika Birkner

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Handy-Management für Unternehmen – Interview mit Christoph Nink von NINK Customer Service

Von Monika Birkner | Freitag, 11. Dezember 2009

Unternehmen, die mehrere Fahrzeuge im Fuhrpark haben, nutzen Fuhrparkmanagement. Ein externer Anbieter kann sich dabei durchaus rechnen. Warum sollte nicht für Handy-Management ein Gleiches gelten? Tatsächlich ist Handy-Management keine Idee, die am grünen Tisch geboren wurde, sondern sie hat  sich aus den Anforderungen der Praxis entwickelt. Handymanagement-Anbieter Christoph Nink  erläutert im folgenden Interview, wie es zu dieser Idee kam und weshalb sie sich sowohl für die Kunden wie auch für sein eigenes Unternehmen lohnt.

Monika Birkner: Herr Nink, was genau ist mit Handy-Management gemeint?

Nink Passfoto Christoph Nink: Wir bieten unseren Geschäftskunden Full Service rund um das Handy. Das beginnt mit der Auswahl des richtigen Handys für den gewünschten Zweck, geht weiter mit der individuellen Programmierung, der  Auslieferung an den Kunden und der Betreuung im Schadensfall, zum Beispiel bei Verlust oder Defekt, so dass der Kunde in kürzester Zeit wieder den Zustand hat, wie er vor dem Schadensfall bestand. Also ein Rundum-Sorglos-Paket für den Kunden und die jeweiligen Handy-Benutzer.

Monika Birkner: Wie ist die Ideen entstanden?

Christoph Nink: Wir arbeiten seit Jahren mit der Lufthansa CityLine  zusammen. Immer wieder bemerkten wir, dass die technischen Möglichkeiten des Handys nicht genutzt wurden, und initiierten Verbesserungen für den Kunden. Beispielsweise sollten Piloten ihre Dienstpläne gefaxt bekommen, doch es war noch unklar, in welchem Hotel sie abstiegen. Wir haben es so eingerichtet, dass der  Dienstplan aufs Handy gefaxt wird und dann im jeweiligen Hotel ad hoc ausgedruckt werden kann. So gab es noch viele andere Verbesserungsmöglichkeiten. Irgendwann fragten wir uns, ob dieser Service nicht auch für andere Unternehmer interessant sein kann.

Monika Birkner: Was genau sind die Vorteile für das Unternehmen beziehungsweise den Handy-Benutzer?

Christoph Nink: Wir haben unsere Leistungen heute in drei Module unterteilt, die sich wiederum aus jeweils 5 Einzelmodulen zusammensetzen: Servicemanagement,  Kostenmanagement und Innovationsmanagement.

Beim Servicemanagement geht es um alles, was direkt mit dem Gerät zu tun hat. Mit Hilfe eines Kriterienkatalogs helfen wir, das richtige Handy für den jeweiligen Zweck auszuwählen. Da geht es beispielweise um Eigenschaften, Gewicht, Schnittstellen zu anderen Geräten, Kosten.

Das ausgewählte Gerät programmieren wir gemäß den individuellen Anforderungen. Das betrifft zum Beispiel Kontakte,  Logo, Applikationen,  eMail Accounts usw. Wir weisen den Benutzer auch ein, so dass er die Funktionen, die er kennen muss, bedienen kann. Wir geben ihm auf 2 Seiten die wichtigsten Tipps und Tricks, so dass er sich nicht durch eine schwer verständliche Bedienungsanleitung quälen muss. Außerdem steht ihm eine Hotline zur Verfügung. Das Problem, dass Benutzer überfordert sind, gibt es also bei unseren Kunden nicht.

Wenn das Handy verloren geht oder einen Defekt hat, besorgen wir ein Ersatzgerät und programmieren es so, wie das alte Handy vorher war, so dass die Ausfallzeit auf ein Minimum beschränkt ist  und – je nach Vereinbarung – möglicherweise nur wenige Stunden beträgt.

Das Kostenmanagement dient dazu, sämtliche Handykosten des Unternehmens unter Kontrolle zu behalten und Tarife fortlaufend zu optimieren. Oder – wir bringen Klarheit in den Tarif- Dschungel der Mobilfunkanbieter für jeden Nutzer im Unternehmen. Und mit dem Innovationsmanagement sorgen wir dafür, dass technische Neuerungen, soweit sie für den Kunden sinnvoll sind, zum Tragen kommen.

Monika Birkner: Weshalb braucht ein Unternehmen dazu einen externen Dienstleister? Gibt es nicht heutzutage in jedem Unternehmen Leute, die sich mit Handys auskennen?

Christoph Nink: Unser Service ist vor allem für die Unternehmen interessant, die sehr viele Handys im Einsatz haben, zum Beispiel die schon erwähnte Airline, Logistik-Unternehmen, Unternehmen mit vielen Außendienstmitarbeitern oder Servicetechnikern. Dort sorgt unser Service für klare Strukturen, Kostenkontrolle und die Minimierung von Ausfällen. Kurz – wir kümmern uns um das operative Tagesgeschäft.

Monika Birkner: Ab welcher Größenordnung ist so etwas interessant?

Christoph Nink: Ab etwa 100 Handys.

Monika Birkner: Wo liegen Ihre eigenen Vorteile? Weshalb rechnet sich dieser Service für Sie?

Christoph Nink: Wir können Skaleneffekte nutzen. Wenn wir eine teure  Software für die Programmierung der Handys anschaffen, amortisiert sich die Anschaffung über die großen Stückzahlen. Für ein Kunden-Unternehmen lohnt sich die Anschaffung in der Regel nicht.

Wir verdienen nicht an den Gebühren der Mobilfunk-Anbieter sondern vereinbaren eine Service-Pauschale.

Monika Birkner: Wie hoch ist diese?

Christoph Nink: Je nach Modul liegt die Service-Pauschale bei ein bis vier Euro im Monat.

Monika Birkner: Herr Nink, herzlichen Dank für das Interview.

Wenn Sie weitere Informationen zum Handy-Management für Unternehmen haben, können Sie Herrn Nink wie folgt kontaktieren:

Tel. 0 26 02 /94 94 7 -0

Christoph.NinkøNINK-Service.de.

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4 Leserkommentare zu “Handy-Management für Unternehmen – Interview mit Christoph Nink von NINK Customer Service”

  1. Thorsten Zoerner:
    12. Dezember 2009 um 14:53 Uhr

    Zunächst Danke für dieses Interview – Gefällt mir sehr gut, besonders da ein Punkt adressiert wird, bei dem ich vorher nicht wusste wie er gelöst wird: Transformation von technisch möglichem zu geschäftlich praktikablen.

    Kostenmanagement ist dabei nur ein Thema und ich glaube das ist der einzige Punkt, bei dem sich die Mobilfunkprovider ähnliche Ansätze verfolgen.

    Viel Spannender hingegen ist die Umsetzung über das Wissen des effizienten Einsatzes. Würde eine “Handy Schulung” für Mitarbeiter angeboten werden, so würde diese wahrscheinlich auf wenig Akzeptanz stoßen – daher muss man andere Wege finden, wie diese Lücke geschlossen werden kann.

    Unsicher bin ich mir,wie im Modell die genannte Hotline eingesetzt wird, vielleicht kann Herr Nink hierauf noch etwas eingehen? Ist diese als Dienstleistung und Beratung zu verstehen? Und/oder auch Teil des angedeuteten Enablements?

  2. Marina:
    21. Dezember 2009 um 12:05 Uhr

    Interessantes und informatives Interview! Genau nach dieser Thematik hatte ich gesucht, vielen Dank

  3. Monika Birkner:
    23. Dezember 2009 um 11:43 Uhr

    Hallo Herr Zoerner,
    am besten sprechen Sie Herrn Nink einmal direkt darauf an, wie die Hotline eingesetzt wird.

  4. Monika Birkner:
    23. Dezember 2009 um 11:44 Uhr

    Hallo Marina,
    das freut mich. Danke.

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