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Ein Lob der E-Mail
Von Monika Birkner | Montag, 3. August 2009
Ich weiß, jeder stöhnt über die E-Mail-Flut. Mir geht es oft nicht anders. E-Mails sind ein Stress-Faktor ersten Ranges. Doch bei alldem sollten wir nicht die Vorteile der Mail vergessen. Der heutige 25-jährige Geburtstag der ersten E-Mail in Deutschland scheint mir der geeignete Zeitpunkt, ein kleines Loblied auf die E-Mail zu singen.
- Die E-Mail verbindet uns in Sekundenschnelle mit Menschen rund um den Erdball.
- Sie kostet kein Porto.
- Wir können damit mehreren Empfängern gleichzeitig etwas mitteilen.
- Wir können mit einem Mausclick eine Serienmail an einen beliebig großen Empfängerkreis senden.
- Sie erfordert keinen Umschlag, keine Briefmarke und keinen Gang zum Briefkasten.
- Rechtschreibfehler lassen sich leicht korrigieren.
- Selbst Stimmungen lassen sich transportieren J.
- Sie kann zu dem Zeitpunkt gelesen werden, der in den eigenen Zeitplan passt.
- Sie kann ohne großen Aufwand gespeichert werden.
- Anlagen können mühelos beigefügt werden.
Sicherlich gibt es noch viele weitere Vorteile, die im Alltagsfrust untergehen. Welche fallen Ihnen noch ein?
Noch ein Aspekt, der im Alltag zu wenig Beachtung findet: Abgesehen von reinen SPAM-Mails werden die meisten Mails von einem Menschen verschickt und sind an einen Menschen adressiert. Emotionale Ausbrüche, rüde Umgangsformen, nachlässige Rechtschreibung – alles das ist lieblos. Wenn der andere uns gegenübersäße, würde man sich im Zweifel nicht so verhalten. Manchmal ist es besser, erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen, bevor man spontan in die Tasten tippt. Vor Jahren las ich von einer Beraterin, die sich bewusst dazu erzogen hat, bei jeder Mail, die sie schreibt, zu lächeln. Eine gute Idee, finde ich.
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4. August 2009 um 12:22 Uhr
Liebe Frau Birkner,
ich singe mit. Auch ich liebe E-Mails, nicht nur, weil ich oft von Damaskus aus arbeite und ohne E-Mails aufgeschmissen wäre. Tagelang die Post von Syrien nach Deutschland trudeln lassen? Mit der elektronischen Post geht es so rasend schnell, in Kontakt zu gehen. Außerdem schreibe ich gern.
Als weiteren Vorteil empfinde ich: Kritische Sachverhalte lassen sich schriftlich oft ausgewogener darstellen als im spontanen Gespräch.
Natürlich spricht auch einiges für den mündlichen Austausch – alles zu seiner Zeit.
Herzliche Grüße
Annja Weinberger
5. August 2009 um 17:45 Uhr
Apropos nachlässige Rechtschreibung: Die erste in Deutschland empfangene Email enthielt einen Schreibfehler in der Betreffzeile…
Was mir sonst noch einfällt:
Wir können Emails per Mobilgerät von fast überall aus versenden und empfangen.
Wir können dem Absender eine automatische Abwesenheitsnachricht zukommen lassen, damit er sich nicht wundert, falls wir nicht direkt antworten können (oder wollen).
Emails können in HTML verfasst werden und damit viele Funktionen enthalten, die wir von Webseiten kennen.
Z.B.: individuelles Layout, Verwendung von eingebetteten Links, Analysefunktionen, die den Absender darüber informieren, ob und wie oft Mails geöffnet und die darin enthaltenen Linkks angeklickt wurden etc.
Wir können Emails sehr einfach nach Stichwörtern durchsuchen, filtern und sortieren.
8. August 2009 um 16:00 Uhr
E-Mail ist klasse – aber nicht jeder kann damit umgehen. Ich habe zum 25. Jahrestag der ersten deutschen Mail einen Antrag auf Aufhebung der Schonfrist für Dilettanten gefordert
: bit.ly/15k9H5
12. August 2009 um 09:38 Uhr
Die mangelnde Sorgfalt bei der Rechtschreibung und im Umgangston sind durchaus ein Problem. Auch die Frage, wieviel Zeit zum Antworten maximal vergehen sollte ist nicht klar. Die Ansichten driften hier schon sehr auseinander.
Mein Vorschlag: Ein Knigge für den E-Mail-Verkehr!
Mich stört persönlich, die Abhängigkeit in die man sich begibt. Ich gehe davon aus, dass meine Kontakte denken, dass ich meine E-Mails regelmäßig checke und eine späte bzw. keine Antwort als negatives Zeichen werten. Mehr als drei Tage “ohne” machen mich schon leicht nervös! Ab und an sollte man vielleicht doch einfach mal wieder öfter zum Telefon greifen, vor allem innerhalb einer Firma zwischend einzelnen Abteilungen, die vielleicht nur ein paar Räume weitersitzen.
13. August 2009 um 20:00 Uhr
Liebe Frau Weinberger,
in Damaskus sind Sie ja auch noch in einer anderen Zeitzone. Da haben E-Mails auch den Vorteil, dass man Zeitzonen einfach überbrücken kann.
Die Möglichkeit, ausgewogen zu formulieren und auch das Gelesene erst einmal “sacken” zu lassen, ist einer der Gründe dafür, dass manche meiner Klienten E-Mail-Coaching bevorzugen.
Manchmal ist aber auch das “Ping-Pong” des spontanen Austausches hilfreich.
Daher wie Sie schreiben: alles zu seiner Zeit.
13. August 2009 um 20:08 Uhr
Liebe Frau Hoffmann,
Sie scheinen ja reichlich schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. So etwas kann in der Tat sehr ärgerlich sein, vor allem, wenn es sich dabei um reale Kontakte handelt.
13. August 2009 um 20:10 Uhr
Liebe Frau Gabbert,
es soll Firmen geben (mir ist im Moment leider entfallen, um welche es sich handelt), die E-Mail-freie Tage eingeführt haben. An diesen Tagen sind die Mitarbeiter aufgefordert, persönlich oder per Telefon miteinander zu reden. Dabei können überraschende Erfahrungen entstehen.
13. August 2009 um 20:15 Uhr
Lieber Herr Schaub,
danke für Ihre interessanten Ergänzungen.Die automatische Antwortfunktion ist auch eine gute Möglichkeit, sich vom schlechten Gewissen zu entlasten (s. Kommentar Frau Gabbert).
18. August 2009 um 16:25 Uhr
Ich freue sogar auf die 409 emails aus nigeria
31. August 2009 um 19:07 Uhr
@allois: Schön für Sie. Damit sind Sie vermutlich eine Ausnahme.
21. September 2009 um 17:05 Uhr
Wenn man sorgfältig mit seiner/n E-mail Adressen umgeht hält sich der Spam normalerweise in Grenzen und ist mit handelsüblichen Spamwächtern gut beizukommen.
Veröffentlicht man dagegen seine Adressen frei zugänglich für jeden im Internet darf man sich über Spam nicht übermäßig beschweren.
Daher passt auf eure Adressen auf
22. September 2009 um 20:11 Uhr
Hallo Schuhe Fan,
dem kann ich mich nur anschließen.
22. Oktober 2009 um 21:25 Uhr
Meine Erfahrungen sind ähnlich gelagert, so das ich mich entschlossen habe mit mehreren Emails zu arbeiten oder Produkte wie OpenId zu nutzen.
23. Oktober 2009 um 04:35 Uhr
@trendME
Experten raten seit Jahren, mehrere Mail-Adressen zu benutzen. Mit OpenID habe ich noch keine Erfahrungen.
26. Oktober 2009 um 15:40 Uhr
Also mich stört spam auch schon seit langer zeit ubd es wird immer mehr. Falls es da nun etwas brauchbares gegen geben würde wäre das schon eine grosse Erleichterung
28. Oktober 2009 um 02:50 Uhr
Wie schon erwähnt gibbt es verschiedenstes dagegen Toni, das erwähnte OPENID zb. damit hatte ich schon relativ gute Erfahrungen… einfach mal informieren und probieren
Gruss
28. Oktober 2009 um 14:31 Uhr
Hallo Toni,hallo Mode-Fan,
OPENID wurde jetzt schon mehrfach erwähnt. Informieren und probieren – sicher eine gute Idee.Danke für die Diskussion hier.
23. November 2009 um 14:14 Uhr
Danke für die info, hab ich hier das erstemal gelesen… ist eine klasse sache.
23. November 2009 um 14:50 Uhr
Freut mich.
2. Dezember 2009 um 11:19 Uhr
Ect klasse sache finde ich..
12. Januar 2010 um 14:34 Uhr
Wie schon erwähnt gibbt es verschiedenstes dagegen Toni, das erwähnte OPENID zb. damit hatte ich schon relativ gute Erfahrungen… einfach mal informieren und probieren
13. Januar 2010 um 18:35 Uhr
OpenId zu nutzen ist für mich der beste Tipp seit langem! Danke an trendME!
14. Januar 2010 um 21:48 Uhr
Hallo Uhrenfreak, Billardtisch und Flughafen Frankfurt, es freut mich, dass es zu diesem Thema so viel Diskussion gibt. Danke für Ihre Beiträge.
25. Januar 2010 um 13:09 Uhr
naja, fast alle der angeführten punkte lassen sich mit “eine e-mail ist schnell und kostet kein geld” zusammenfassen. und wahrscheinlich ist die tatsache, dass sich rechtschreibfehler leicht korrigieren lassen kein vorteil in der heutigen zeit..
11. Februar 2010 um 10:00 Uhr
E-Mail hat schon unser Leben verändert. Allein die Tatsache, dass man nicht mehr ewig auf Informationen warten muss, sondern innerhalb von Sekunden Anworten bekommt ist faszinierend…
18. Februar 2010 um 09:53 Uhr
Schönen Guten Tag.
Ich möchte mich gern einreihen in die Liste derjenigen, die ohne E-Mails versenden aufgeschmissen wären. Es geht schnell, ist einfach und kostenlos – das stimmt schon. Aber beim guten Umgangston hört es bei vielen wirklich auf. Warum? Weil einem der Gegenüber nicht sieht oder nicht ansprechen kann? Es ist alles viel zu sehr anonym geworden in der heutigen Gesellschaft, dass der rüde Umgang im E-Mailverkehr schon fast wieder “normal” ist.
18. Februar 2010 um 11:45 Uhr
Eigentlich schafft man es doch Spam unter Kontrolle zu halten. Wie schon von Schuhe Fan erwähnt. Meist ist man selbst Schuld
26. Februar 2010 um 11:18 Uhr
Hallo peter j., Internetagentur, Kerstin und wearselect: auch ich könnte mir mein Leben ohne E-Mail heute schwer vorstellen. Das h eißt ja nicht, dass sie das ausschließliche Kommunikationsmittel sein muss. Und wichtig ist auch – da stimme ich Kerstin voll zu – immer daran zu denken, dass am anderen PC ein Mensch sitzt.
1. März 2010 um 14:14 Uhr
Das Phänomen E-Mail ist schon klasse. Man kann Nachrichten schreiben ohne den Gegenüber zu kennen und zu sehen. Aber manchmal leidet wirklich die Qualität darunter. Eine E-Mail zu schreiben ist zwar anonym, aber auf der anderen Seite der Leitung sitzt immer noch ein Mensch. Der gute Umgangston ist wohl wirklich in der heutigen Zeit etwas verloren gegangen. Aber man kann ja immer noch telefonieren. Damit klappts hoffentlich besser.
2. Mai 2010 um 19:49 Uhr
Dem kann ich einfach nur zustimmen.
Viele Grüße
Peter
3. Mai 2010 um 14:10 Uhr
Hallo Maritta,
am anderen Ende sitzt ein Mensch. Genau das sollte man immer berücksichtigen, ob man sich persönlich trifft, sich schreibt oder telefoniert.
12. Mai 2010 um 23:11 Uhr
Gerade heute erlebt: wir verlassen uns mittlerweile im Geschäftsverkehr so auf die zeitnahe Kommunikationsform E-Mail, dass es direkt zu Problemen kommt, wenn jemand vergisst, seine Abwesenheitsnotiz einzustellen. Ich habe mich heute dabei ertappt, mittags um 12 eine zeitkritische Mail loszuschicken und ganz selbstverständlich darauf zu bauen, dass der andere sie liest. Dem war natürlich nicht so und als ich ins zweifeln kam, brachte das Nachhaken fünf Stunden später per Telefon auch keinen Erfolg, da mein “Gegenüber” schon im verlängerten Wochenende war!
20. Juni 2010 um 13:46 Uhr
Hallo, die Vorteile an der E-Mail ist das “zeitunabhängige” kommunizieren – das Problem, geschriebene Worte lassen immer viel mehr Interpretationsspielräume… was zu Missverständnissen führen kann.
24. Juni 2010 um 20:27 Uhr
Hallo Jacke wie Hose und Single,
das erinnert mich an das bekannte Phänomen, das aus der Kommunikationswissenschaft bekannt ist: Gesagt (in diesem Fall geschrieben) ist noch nicht angekommen. Angekommen ist noch nicht verstanden. Mit anderen Worten: Kommunikation ist zweibahnig. Nur etwas zu sagen oder nur eine Mail zu senden, reicht nicht aus.