Wie unser Leben verläuft, hängt weniger davon ab, was wir erleben, als davon, wie wir darauf reagieren. In jedem Moment haben wir Wahlfreiheit.
Es gibt keine Notwendigkeit, uns durch Sorgen und Ängste niederdrücken zu lassen. Es gibt keine Notwendigkeit, nach vermeintlichen Schicksalsschlägen aufzugeben.
In einem früheren Artikel habe ich auf die Geschichte der Familie Kaufmann hingewiesen. Hier noch einmal ein Auszug aus dem damaligen Beitrag:
Was passieren kann, wenn man sich davon löst, haben Barry Neil Kaufmann und seine Frau erlebt, deren Sohn Raun an Autismus erkrankt war. Sie weigerten sich einfach, sich Depressionen, Sorgen und ähnlichen niederdrückenden Gefühlen hinzugeben und taten unentwegt alles, um mit ihrem Sohn in Kontakt zu kommen. Das Ergebnis war, dass Raun sich intellektuell und sozial zu einem Menschen entwickelte, der eine hochangesehene Universität besuchte und heute das von den Eltern gegründete Institut leitet, in dem die Teilnehmer lernen, ihr Leben zu ändern. Der Buchtitel von Barry Neil Kaufman Happiness is a Choice benennt programmatisch das, um was es geht. In Son Rise – The Miracle Continues wird die Geschichte des Sohnes ausführlich beschrieben.
In einem anderen Beitrag habe ich über das Schicksal von Georg Friedrich Händel geschrieben.
Georg Friedrich Händel war ein erfolgreicher Komponist. Doch er hatte streckenweise enorme Schwierigkeiten zu bestehen, unter anderem finanzieller und gesundheitlicher Art. 1741 kam so viel zusammen, dass er resignierte und am 08. April seine Abschiedsvorstellung gab. Zu der Zeit war er erst 56 Jahre. Doch im August gab ihm ein wohlhabender Freund, Charles Jennings, ein Libretto, das sich auf das Leben Jesu bezog. Händel fühlte sich davon angesprochen und begann zu komponieren. Er arbeitete mehr oder weniger Non-stop. Nach 24 Tagen hatte er sein Werk, den „Messias” fertig, der heute als Meisterwerk und Höhepunkt seiner Schaffenskraft angesehen wird. Einer seiner Biografen bezeichnete das Werk sogar als größte Leistung der Musikgeschichte.
Vor kurzem las ich ein Buch über Carlos Santana. Santana hatte seit den siebziger Jahren keinen großen Erfolg mehr. 1999 brach er mit dem Album Supernatural Rekorde. Das Album wurde 26 Millionen Mal verkauft. 2000 wurde es mit neun Grammy-Awards und zwei Latin-Grammys ausgezeichnet – mehr Grammys konnte bis heute kein Album auf sich vereinen.
Wie Athleten und andere bekannte Persönlichkeiten mit Schicksalsschlägen umgingen, ist in dem kleinen Film Finish Strong (in englischer Sprache) dargestellt, auf den ich über den Newsletter von Nightingale Conant aufmerksam wurde. Wer sieht, was diese Menschen gemeistert haben, sieht seine eigenen Probleme möglicherweise in einem ganz anderen Licht. Hinzu kommt die powervolle Musik. Es soll Menschen geben, die mit diesem kleinen Film ihren Tag beginnen. Eine gute Empfehlung.
Welche Beispiele von Menschen kennen Sie, die sich von Schicksalsschlägen nicht haben entmutigen lassen, sondern siegreich daraus hervorgegangen sind?
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












6 Kommentare
Hallo Frau Birkner,
das sind wieder mal sehr schöne Beispiele für zwei Dinge, die meiner Meinung nach im Leben sehr wichtig sind:
1. Der Glaube an sich selbst.
2. Der Wille auch und gerade wenn es nich so gut läuft weiter zu machen.
So habe ich schon einige persönliche Lebenskrisen gemeistert.
Sehr geholfen hat mir dabei auch folgender Spruch:
“Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her”
Lieben Gruß
Mario Carla
Zu Carlos Santana: Ich bin ein großer Fan von ihm und habe auch die Platte, die nicht so erfolgreich waren.
Er hat einfach weiter das gemacht, was er gut konnte und ihm Spaß gemacht hat. Ferner führt er ein recht spirituelles Leben, so äußert er sich jedenfalls, immerhin war er ganz früher längere Zeit im Ashram. Dann hat er seine Chance wahr-genommen, als sie an ihm vorbeikam.
Hallo Frau Birkner,
Ihre Beispiele zur Krisenbewältigung haben mir sehr gefallen. Besser gesagt, es hat mir gefallen den Blick auf neue Kräfte und Möglichkeiten zu lenken und Sie bewusst zu nutzen.
Wenn jemand nicht nur siegreich seiner Krise entsteigt, sondern zusätzlich noch einen Megaerfolg für sich verzeichnen kann – um so besser. Nur Achtung, solch ein Ziel kann im Tal des Leidens überzogen sein.
Viele Grüße aus Bielefeld
Lieber Herr Carla,
der Spruch, den Sie erwähnen, begleitet mich seit meiner Kindheit. Und er trifft zu, wie ich zig-mal erfahren habe.
Lieber Herr Apell,
ich freue mich, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben.
Spirituelle Musiker können eine Menge ausrichten. Heute habe ich die neue CD mit Tina Turner mit spirituellen Liedern entdeckt (s. Posting v. 31.07.09).
Liebe Frau Ebert,
wer sich im “Tal des Leidens” befindet, mag sich schwer tun, an neue Möglichkeiten und große Ziele zu glauben. Persönlich finde ich es gerade in solchen Zeiten wichtig. Denn negative Nachrichten gibt es genug. Und aus einer pessimistischen Haltung heraus ist es sehr schwer, aus dem Tal wieder hoch zu kommen. Der Erfolg beginnt im Inneren. Große Ziele und inspirierende Beispiele anderer können den Tunnelblick, den man in einer schwierigen Zeit hat, weiten.
Ein Trackback
[...] Monika Birkner hat einen Artikel geschrieben, wie wir Krisen besiegen können. [...]