Jeder kennt Situationen, in denen man irgendwie nicht vorankommt. Gerade kreative Menschen können davon ein Lied singen. Die spannende Frage ist dann, ob es sich um Prokrastination (Aufschieberitis) oder Inkubation (Reife- oder Brutzeit) handelt. Marc McGuinness bringt dazu eine sehr griffige Unterscheidung:Prokrastination findet vor harter Arbeit statt,
Inkubation findet nach harter Arbeit statt.
Wer erst noch die Schreibtischschublade sortieren muss, sich einen Kaffee kochen, die Blumen gießen und noch ein bisschen im Internet surfen, bevor er oder sie einen Kundenanruf tätigt oder am Buchmanuskript weiter arbeitet, ist im Zweifel von Prokrastination befallen.
Wer sich intensiv mit einem Problem auseinander gesetzt hat, nun keine weiteren Gesichtspunkte mehr erkennt und sich zu einem Spaziergang aufmacht, hat das Problem im Zweifel in die Inkubationsphase entlassen. Dort kann eine Lösung heranreifen, die oft wie aus heiterem Himmel auftaucht.
Prokrastination ist ein Akt der Selbstsabotage. Inkubation ist häufig ein unerlässlicher Schritt, um zu neuen Lösungen zu gelangen.
Gut ist es, das Eine vom Anderen unterscheiden zu können.
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












2 Kommentare
und zwischen prokrastination und inkubation gibts glücklicherweise die transformation
Liebe Frau Dr. Schons,
genau. Die sollten wir nicht vergessen.
Ein Trackback
[...] jeden Tag einen Beitrag zu veröffentlichen. Beim Rückblick zeigt sich, dass die Themen, die mit Aufschieberitis zu tun hatten – heute sagt man dazu “Prokrastination” -, mit inneren Widerständen [...]