„Wenn es keine Fälligkeitstermine gäbe, müsste man sie erfinden” habe ich einmal gehört. Dem kann ich nur zustimmen. Derartige Termine vereinen gleich mehrere Vorteile in sich.
- Sie erzeugen den nötigen Druck, mit der Erledigung von Aufgaben zu beginnen.
- Sie helfen, Dinge zu Ende zu bringen.
- Sie fördern die Kreativität. Das gleiche gilt übrigens für begrenzte Budgets.
- Sie zwingen zu Entscheidungen.
- Sie erfordern, die nötigen Arbeitsprozesse zu organisieren.
Ohne Fälligkeitstermine würden viele Bücher, Artikel, Produkte jeglicher Art nicht existieren, wei man immer noch Verbesserungsmöglichkeiten fände und nie zum Ende käme.
Wenn es äußere Termine gibt, zum Beispiel einen Präsentationstermin oder einen Abgabetermin, mögen wir manchmal darüber stöhnen. Doch letztlich sind sie förderlich.
Wenn äußere Termine fehlen, kann man sich immer noch selbst einen Termin setzen. Wenn man ihn veröffentlicht, erzeugt er noch mehr Wirkung.
Hilfreich finde ich auch, mir für eine bestimmte Aufgabe eine bestimmte Zeit zu setzen. Es kann durchaus sein, dass ich dann doch länger brauche. Doch dann habe ich eine Information, die mir hilft, in einer vergleichbaren Situation realistischer zu planen. In anderen Fällen hilft die Limitierung, wirklich konzentriert zu arbeiten und wie auf geheimnisvolle Weise rechtzeitig fertig zu werden.
Wie halten Sie es mit Fälligkeitsterminen?
Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.












2 Kommentare
Oja oja, da haben Sie völlig Recht!
Das war mir gar nicht so klar, aber bei Ihren Beispielen wurde es mir deutlich, dass das für mich auch ganz wichtig ist.
Bei Büchern ganz klar, da vereinbare ich das mit dem Verlag – und das ist wirklich gut so. Denn dann plane ich auch feste Termine fürs Schreiben ein (meist im Winter und im Sommer, wenn nicht so viele Trainings stattfinden).
Aber auch bei Projekten, wo ich niemand anderem in der Verantwortung stehe, setze ich mir Termine. Und wie Sie schreiben: ich kann sie nicht immer einhalten – was dann auch kein Beinbruch ist. Aber die Termine bringen mich dazu, dran zu bleiben, auch wenn sie evtl. korrigiert werden müssen. Dann ist es aber eine bewusste Entscheidung zugunsten einer anderen Sache, die dazwischen kommt und mir dann wichtiger ist.
Aber ohne klare Zeitplanungen hätte ich viele Dinge sicher nicht so geschafft.
Dazu fällt mir auch noch das Parkinsonsche Gesetz ein:
Jede Aufgabe nimmt sich die Zeit, die ich ihr gebe!
Da ist so viel Wahres dran. Erlebe ich beispielsweise auch in den Seminaren bei Arbeitsgruppen: ob sie 15 Minuten oder 1 Stunde haben, das Ergebnis ist oft nicht sehr unterschiedlich!
Liebe Frau Klein,
den Aspekt der bewussten Entscheidung finde ich sehr wichtig, gerade auch in Zusammenhang mit dem Parkinsonschen Gesetz. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Aufgaben sich selbst ihre Zeit nehmen. Tatsächlich können wir darüber frei entscheiden.