Wenn die Intuition sich verfeinert, ist das natürlich einerseits schön. Denn Sie navigieren dann weitaus sicherer und schneller durchs Leben, als wenn Ihnen Ihre Intuition nicht zur Verfügung stünde. Doch leider gibt es in der Übergangszeit auch Begleiterscheinungen, die Ihnen an der einen oder anderen Stelle das Leben erst einmal zu erschweren scheinen. Sie erleben nämlich höchstwahrscheinlich auch eine gesteigerte Wahrnehmung für negative Energien. Und davon sind wir ja reichlich umgeben. Ein Blick in die Medien genügt.
Wie können Sie die Vorteile Ihrer feineren Wahrnehmung genießen, ohne von den Schattenseiten allzu sehr beeinträchtigt zu sein?
Die wichtigste Maßnahme ist, noch mehr auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten. Damit meine ich keinen maßlosen Egoismus, sondern gesunde Selbstwertschätzung und Selbstfürsorge. Diese Merkmale können sich in vermeintlichen Kleinigkeiten äußern, die jedoch eine große Wirkung haben:
- Achten Sie auf genügend und genügend tiefen Schlaf.
- Sorgen Sie für Ordnung und Klarheit um sich herum und in sich selbst. Unordnung, selbst wenn sie sich hinter Schranktüren verbirgt, zieht Ihre Energie herab. Das Gleiche gilt für Unklarheiten jeglicher Art.
- Legen Sie Wert auf Schönheit und Harmonie um sich herum und in sich selbst. Schon eine einzelne Rose auf dem Schreibtisch kann eine Menge bewirken.
- Achten Sie darauf, was Sie zu sich nehmen, im physischen wie im übertragenen Sinne. Möglicherweise haben Sie das Bedürfnis, Ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Auch unsere Lebensmittel haben unterschiedliche Energien und was früher passte, mag für Ihren Organismus heute nicht mehr verträglich sein. Achten Sie auch auf die Qualität der Informationen, die Sie zu sich nehmen.
- Achten Sie darauf, wie lange Sie größere Menschenmengen ertragen. Gehen Sie nicht unbedingt zur Rush-Hour einkaufen, sondern in ruhigeren Zeiten, wenn Sie es sich einteilen können. Wenn Sie Seminare geben, achten Sie bewusst darauf, wie Sie sich in verschiedenen Gruppen energiemäßig fühlen und welche Dauer für Sie optimal ist.
- Surfen Sie nicht zu lange im Internet. Achten Sie darauf, was Ihnen zuträglich ist und ab wann Ihre Energie leidet beziehungsweise in welchen Foren beispielsweise Sie sich nicht wohl fühlen.
- Finden Sie heraus, wer oder was Sie inspiriert, nährt und stärkt. Und gönnen Sie sich davon ausreichend.
Mit Sicherheit gibt es noch vieles mehr zu diesem Thema zu sagen. Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Intuition gemacht? Was hilft Ihnen, in Ihrer eigenen Mitte zu bleiben?
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7 Kommentare
Es hat vielleicht nicht direkt mit verfeinerter Intuition zu tun, aber auch mit dem Thema, was ich “aufnehme” und in mich hineinlasse.
Da bin ich durchaus nicht immer ganz konsequent- aber bei bestimmten Punkten wiederum sehr.
So hat es sich ergeben, dass ich in meinem kleinen Dorf keine Tageszeitung bekommen kann (erst nachmittags mit der Post- das ist aber uninteressant). Da ich gerne beim Frühstück lese, lese ich nun Romane- und finde das viel netter als Tageseinstieg, als mir das Elend der Welt reinzupfeifen.
Ebenso schaue ich keine Tagesschau- höre eher zufällig ab und zu Nachrichten, wenn ich Auto fahre.
Ich weiß, dass das für viele unvorstellbar ist- aber ich kann nicht behaupten, dass ich irgend etwas vermisse.
Mir hat es schon lange nicht eingeleuchtet, warum ich jeden Tag 15 Minuten Krisen, Kriege, Gewalt, Korruption etc. aufnehmen soll.
Zumal ich auch weiß, wie manipuliert (schon allein durch die Auswahl!) alles ist, was uns an Nachrichten geboten wird.
Das ist jetzt nur ein Aspekt.
Die anderen Punkte, die Sie oben aufführen, finde ich auch alle sehr schön. Die Umgebung, in der ich mich aufhalte, ist mir ungeheuer wichtig- um so froher bin ich, dass ich sie auch immer mehr so gestaltet habe, dass sie mir viel Energie und Freude gibt.
Dazu gehört zum einen Ordnung und Entrümpeln- und das mutige Streichen aller Wände in sonnenblumen gelb und rot
. Es strahlt mich täglich an- und ich werde es nicht leid und freu mich täglich darüber.
Bilder sind für mich ebenfalls sehr inspirierend und wichtig, Musik, manchmal Düfte.
Es ist auf jeden Fall schön, seinen Fokus deutlich auf die von Ihnen aufgeführten Dinge zu richten und es sich zu gönnen, Gutes für sich selbst zu tun.
was ein guter artikel, liebe frau birkner – und welch schöner kommentar, liebe @zamyat – genauso sollten wir es halten… und wer das nicht schafft oder schaffen kann – nu, der möge sich an mich für “überbrückungshilfen” wenden
Danke für diesen schönen Artikel, liebe Frau Birkner, der gut zusammenfaßt, was wesentlich ist! Ich habe vor vielen Jahren aufgehört, die Spätabends-Nachrichten zu gucken … ich glaube, unser kleines Hirn ist nicht gemacht dazu, das Elend der GANZEN Welt kurz vorm Schlafengehen zu verarbeiten.
)
Und vor zu langem Surfen im Internet schützt ein kleiner digitaler Küchenwecker auf dem Schreibtisch.Wenn der klingelt, ist gnadenlos Schluss mit Surfen! (Na gut, bei Ihrem Blog stelle ich ihn dann vielleicht doch noch mal 5 Minuten länger
Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Intuition gemacht?
Im wesentlichen ist sie bei mir wohl “angeboren”, daher auch kontinuierlich mitgewachsen
Was hilft Ihnen, in Ihrer eigenen Mitte zu bleiben?
Ein sehr nützliches, buddhistisches “tool” habe ich für mich in “Nicht hoffen, nicht fürchten, nicht beurteilen – Tun was vor der Nase liegt” gefunden. Zunächst nicht ganz einfach in der Umsetzung, aber sehr, sehr energieeffizient
Herzliche Grüsse
Petra
@alle: Herzlichen Dank für Ihre Kommentare. Mir scheint, dass gerade die Massenmedien oft nicht gut zu verkraften sind und daher eine sorgfältig auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte “Diät” sehr sinnvoll.
@Frau Dr. Mardorf: Den Küchenwecker fürs Surfen im Internet finde ich eine hübsche Idee.
@Frau Vieten: Danke für Ihr Tool. Wenn wir unsere Gefühle zähmen, wird das Leben sehr viel einfacher.
Ja, mir fällt das auch auf – in Frankfurt auf der Zeil herumzulaufen strengt mich waaaahnsinnig an, und auch das Eis aus unserem Ort esse ich nicht mehr so gerne, weil die italienischen Inhaber so freudlos aussehen.
Den Fernseher schalte ich ohnehin nur noch selten an – für einen schönen Film.
Für meine Ohren höre ich indische Mantren (es gibt sehr groovige Arrangements vom Label “Kosmic Musik”) oder sonstige heilige Musik.
Und das mit der Ordnung kann ich auch bestätigen. Leider komme ich bei meinen beiden Kindern und dem kleinen Haus mit dem Aufräumen nicht so richtig hinterher…
Aber Achtsamkeit ist alles.
Herzlich, Michaela Albrecht
Liebe Frau Albrecht,
Essen ist nicht nur ein physischer Vorgang. Die Energie desjenigen, der das Essen zubereitet oder serviert, spielt ebenfalls eine Rolle.
Achtsamkeit kann in Situationen, in denen man Energie verloren hat, dabei helfen, schnell wieder in die Balance zu kommen.
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