Gibt es kein Innovationspotenzial für Regenschirme?

Regenwetter. Wie gut, einen Schirm dabei zu haben. Doch wie lästig die Handhabung. Der Regenschirm scheint sich seit meiner Kindheit nicht weiter entwickelt zu haben. Gibt es kein Innovationspotenzial für Regenschirme? Spontan fallen mir mehrere Ideen ein. Vielleicht macht der Beitrag Lust, auch andere Produkte einmal auf Innovationspotenzial hin zu untersuchen.

Ausgangspunkt sind verschiedene Ärgernisse. Jedes davon kann ein Ansatz für Innovation sein.

  • Die Hütchen an den Endpunkten der Stangen rutschen ab. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch gefährlich. – Kann man andere Hütchen verwenden? Sie anders befestigen? Den gesamten Schirm anders konstruieren, so dass die Hütchen entbehrlich werden?
  • Wenn der Schirm benutzt wurde und nass ist, braucht er viel Platz, um aufgespannt zu trocknen. – Kann man Materialien finden oder erfinden, die es unnötig machen, den Schirm trocknen zu lassen? Materialien, die verhindern, dass der Schirm überhaupt nass wird?
  • Risiko, den Schirm zu vergessen. – Wie wäre es mit einer kleinen Elektronik, die beim Verlassen eines Geschäftes, einer Arztpraxis etc. an den Schirm erinnert?
  • Verwechslungsgefahr – Hier könnte eine kleine Vorrichtung hilfreich sein, mit der man sich identifizieren muss (Fingerabdruck, Passwort oder ähnliches). Wenn die Identifikation nicht erfolgt, schlägt der Schirm Alarm.
  • Wenn man beide Hände voll hat, kann man keinen Schirm mehr tragen. – Warum muss der Schirm mit den Händen getragen werden? Kann er nicht auch am Körper befestigt werden, zum Beispiel wie ein Rucksack oder ein Hut?
  • Der Transport ist beim Stockschirm umständlich (anders natürlich beim Taschenschirm). Der Schirm stört. – Man könnte doch auch überlegen, die gesamte Konstruktion zu ändern und den Schirm biegsam zu machen, so dass man ihn wie einen Gürtel um die Taille tragen kann.

Angeblich hat Deutschland weniger als 180 Tage Regen im Jahr. Das ist immerhin noch fast jeder zweite Tag. Also mindestens jeder zweite Tag ist ein Schirm-Tag. Das lohnt doch, etwas mehr Aufmerksamkeit auf diesen manchmal so nützlichen und manchmal so lästigen Gegenstand zu verwenden.

Eigentlich ist auch gar nicht zu verstehen, warum die Modemacher den Schirm links liegen lassen. Wo sind die Designerschirme – jeweils passend zum gerade angesagten Outfit?

Nachdem ich mehr und mehr neugierig auf Regenschirme geworden bin, habe ich gerade noch eine interessante Seite entdeckt, auf der die Geschichte des Schirms dargestellt ist. Sehr lesenswert. Dort habe ich auch erfahren, dass es in Italien das einzige Schirmmuseum der Welt gibt.

 

Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.

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3 Kommentare

  1. Erstellt am 4. Dezember 2008 um 11:15 | Permanent-Link

    ja, liebe frau birkner, jetzt sind sie schirmherrin einer neuen bewegung…
    dann mal ans werk, alle innovation-potential-scouts – es gibt viel zu verbessern …. ;-)

  2. Monika Birkner
    Erstellt am 5. Dezember 2008 um 11:04 | Permanent-Link

    Liebe Frau Dr. Schons,
    und das alles nur, weil sich das Hütchen von der Schirmstange gelöst hatte und ich mich wunderte, warum sich in den letzten 50 Jahren an diesem Problem nichts geändert hat.
    Herzliche Grüße
    Monika Birkner

  3. Erstellt am 10. August 2011 um 18:59 | Permanent-Link

    Sehr geehrte Frau Birkner,

    interessante Gedankengänge, die uns gute Anregungen geben. Aber ganz ohne Innovation ist der Schirmmarkt nicht – auch wenn sich diese mehr im Materialmix wiederfinden. Im September ergänzen wir unsere Regenschirme mit dem Knirps Fiber T3 mit neuer Mechanik, für leichteres Schließen des Schirmes. Den Schirm finden sie unter www.knirps-store.de

    Bianka Raml

2 Trackbacks

  1. [...] seiner Besitzer. So hat sich z.B. Monika Birkner in ihrem Blog aufgrund ihrer Alltagserfahrungen Gedanken gemacht, wie die Regenschirm der Zukunft aussehen könnte. Jeder Produktentwickler findet hier zumindest [...]

  2. [...] Gibt es kein Innovationspotenzial für Regenschirme? [...]

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