Fast jeder zweite Deutsche hat ein negatives Verhältnis zum Geld

Ca. 45 % der Deutschen haben eine negative Einstellung zum Geld. So das Ergebnis einer Studie, die zwar schon vier Jahre alt ist. Die Ergebnisse dürften sich aber nicht grundlegend verändert haben. Acht Geldtypenhat die Studie ergeben, die im Auftrag der Commerzbank von der Marktforschungsgesellschaft  Sinus Sociovision durchgeführt wurde.

Acht Geldtypen

Die acht Typen und ihre prozentuale Verteilung innerhalb der 1000 Befragten sind:

Überforderte 19 % : Sie sind gekennzeichnet durch Distanz und Abwehr gegenüber Finanzdingen

Leichtfertige 16 % : Ihr Kennzeichen ist Vorsorgefatalismus.

Bescheidene 10 % : Bezeichnend für diese Gruppe sind Passivivät und der Wunsch nach staatlicher Fürsorge.

Souveräne 11 % : Sie sind gut informiert und bereit, kalkulierte Risiken einzugehen.

Ambitionierte 7 % : Für sie ist Geld ein häufiges und positiv besetztes Gesprächsthema.

Vorsichtige 11 % : Sie setzen auf rationalen Umgang mit Geld und sparen regelmäßig.

Pragmatiker 16 % : Sie bemühen sich um neutrale Information.

Delegierer 10 % : Sie überlassen ihre Finanzen lieber anderen und möchten sich selbst um nichts kümmern.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Typen und hier auch eine grafische Darstellung.

Da diese Studie von einer Bank in Auftrag gegeben wurde, ging es stark um das Anlage- und wohl auch das Konsumverhalten.

Doch das sind längst nicht alle Aspekte, die bei Einstellungen in Bezug auf Geld interessant sind.

Gerade für Selbstständige und Unternehmer – erst recht, wenn sie auch spirituell interessiert sind – tauchen weitere Fragen auf:

  • Wie ok it es, Geld zu verdienen und wie viel darf man verdienen?
  • Wozu dient Geld?
  • Was hat Geld mit Charakter zu tun? Was mit Liebe?
  • Durch welche unbewussten Einstellungen und Glaubenssätze hindert man sich selbst daran, finanziell so erfolgreich zu sein, wie man sein könnte?
  • Welche konkreten Verhaltensweisen sabotieren die guten Vorsätze?
  • Welche Preise für die eigenen Leistungen sind ok?
  • Was hindert daran, angemessene Preise tatsächlich durchzusetzen?
  • Ist man gut genug, um hohe Preise zu verlangen?
  • Wie spirituell ist es, viel Geld zu haben oder nicht zu haben?
  • Wie geht man mit dem “Buchhaltungskram” um?
  • Welchen Wert hat die eigene Zeit?
  • Wie lassen sich limitierende Einstellungen gegenüber Geld ändern?
  • Wie schafft man es, Anziehungskraft für Geld zu entwickeln?
  • Wie sorgt man für sein Alter vor oder für Zeiten, in denen man weniger arbeiten kann oder möchte?

Diese und viele weitere Fragen werden uns in unserem 40-Tage-Money-Attraction-Experiment beschäftigen. Besonders die unbewussten Glaubenssätze zum Thema “Geld” wie auch Diskrepanzen zwischen dem, was man eigentlich zu bieten hat, und was man dafür erhält, sind Themen, die die bisher angemeldeten Teilnehmer besonders beschäftigen. Auch das Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag spielt eine wichtige Rolle.

Das Experiment startet am 26.08.2008. Mehr Informationen und die Gelegenheit zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Alle 10 bis 14 Tage neu: Mein Business Transformation Letter.

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26 Kommentare

  1. Erstellt am 17. August 2008 um 15:15 | Permanent-Link

    Das mit der negativen Einstellung zum Geld (meist hat man zuwenig) war mir bereits bewusst > danke jedoch für die Übersicht nach Geldtypen bzw. der Information zur Studie.

  2. Erstellt am 19. August 2008 um 07:49 | Permanent-Link

    Hallo Herr Reisner,
    ich freue mich, dass die Studie für Sie nützlich ist.
    Herzliche Grüße
    Monika Birkner

  3. Erstellt am 20. August 2008 um 11:41 | Permanent-Link

    … Geld ist in der Tat ein emotional stark aufgeladenes Thema. Das ist mir auch beim Nachdenken über familäre Glaubenssätze über Geld noch einmal klar geworden. Angeregt dazu wurde ich durch das wunderbare Business Re-Birthing bei Frau Birkner und jetzt auch durch das Buch “Das Erbe der Familie” von Rebecca Linder Hintze, Ariston Verlag. Das kann ich jedem empfehlen, der sich (doch noch einmal oder zum ersten Mal) gründlich mit den Werten auseinandersetzen will, die von der Familie mitgegeben wurden. Wollen wir die Einstellungen unserer Eltern zu Geld übernehmen, völlig oder nur in Teilen, was wäre der wirklich eigene Weg zu einem guten Verhältnis zu Geld, was sind einfach nur fraglos übernommene Normen …?
    Das beschäftigt sicher viele.
    Herzliche Grüße,
    Annja Weinberger

  4. Monika Birkner
    Erstellt am 21. August 2008 um 22:06 | Permanent-Link

    Liebe Frau Weinberger,
    danke schön für Ihren Kommentar und den interessanten Buchtipp. ich finde immer wieder erstaunlich, in welchem Maße wir selbst in reiferen Jahren noch durch die Familie geprägt sind. Das Gute ist, dass wir uns diese Prägungen bewusst machen können von Tag zu Tag mehr unsere Authentizität entwickeln können. Gerade in Gelddingen macht sich das besonders bemerkbar.
    Herzliche Grüße
    Monika Birkner

  5. Erstellt am 4. März 2010 um 17:06 | Permanent-Link

    Wie spirituell ist es, viel Geld zu haben oder nicht zu haben? –> Je mehr man hat, desto weniger wert wird es! Meine Erfahrung

  6. Erstellt am 3. Mai 2010 um 15:53 | Permanent-Link

    Hallo Miriam B.,
    eine interessante Erfahrung. Danke fürs Mitteilen.

  7. Erstellt am 9. April 2011 um 22:25 | Permanent-Link

    Habe mich jahrelang kaum getraut meine Kontoauszüge anzuschauen, weil mich das Thema so negativ berührt hat. Nach einer Beratung wurde es besser. Inzwischen hege und pfleege ich meine (Online)-Konto.

  8. Erstellt am 12. April 2011 um 10:25 | Permanent-Link

    Sehr intressante These! Auch sehr nützlich, um sich selbst einzuordnen!

  9. Erstellt am 14. April 2011 um 16:20 | Permanent-Link

    @ Anja:

    Was für ein schönes Beispiel, dass man sich aus den alten Mustern befreien kann.

    @Mia:
    Ich hoffe, dass Sie sich gut wieder gefunden haben.

  10. Erstellt am 13. Juli 2011 um 11:20 | Permanent-Link

    Bewusste Erkenntnis heißt, dass man beginnt, eine eigene Anschauung zu wählen … das all dies verstehen, transformieren und befreien kann. Bin ich der meinung.

  11. Erstellt am 6. September 2011 um 18:01 | Permanent-Link

    Vielen Dank für nette diskussion, habe ich wieder was dazugelernt.

  12. Erstellt am 14. September 2011 um 07:53 | Permanent-Link

    “Überforderte 19 % : Sie sind gekennzeichnet durch Distanz und Abwehr gegenüber Finanzdingen”

    Und hier, denke ich, reicht das Spektrum der Überforderung von persönlichen Finanzgeschäften (Versicherung, eigenes Konto, Bausparvertrag, Kredit) bis hin zu globalen Finanzthemen (Börse, Eurorettungsschrim, EZB, Finanzhilfe für Griechenland). Die Überforderung stützt sich auf Unkenntnis und die schürt Ängste. Die Angst bezieht sich dann auf die Zukunft, konkret auf den Arbeitsplatz, die Familie und natürlich auch den persönlichen Wohlstand oder Lebensstil.

    • Erstellt am 19. September 2011 um 13:46 | Permanent-Link

      Liebe Frau Böse,

      ja, es geht sicherlich über die privaten Dimensionen hinaus. Allerdings denke ich nicht, dass die Profis Distanz und Abwehr an den Tag legen. Allerdings sind die Systeme im gobalen Maßstab so komplex, dass wahrscheinlich niemand wirklich versteht, was geschieht.

  13. Erstellt am 20. Oktober 2011 um 10:59 | Permanent-Link

    Sehr geehrte Frau Birkner,

    uns würde interessieren, ob es mittlerweile aktuellere Zahlen gibt. Die Studie stammt ja aus dem Jahr 2008. Jetzt stehen wir mit der drohenden Pleite von Griechenland wieder vor einer finanziellen Katastrophe, die womöglich noch heftiger ausfallen könnte. Da dürfte sich die prozentuale Verteilung sicher noch mal etwas verschieben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Team des Portals Zinsvergleich.eu

  14. Erstellt am 27. Oktober 2011 um 15:23 | Permanent-Link

    Sehr interessante Studie. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Typen gibt:)

  15. Erstellt am 29. Oktober 2011 um 11:30 | Permanent-Link

    Im globalen Maßstab verstehen vielleicht noch Leute wie George Soros die Zusammenhänge. Aber darum geht es in dem Artikel ja nicht. Meine Meinung ist, dass sich die Menschen eher aus Bequemlichkeit nicht für Finanzthemen interessieren und ihre eigenen Geldgeschäfte – und damit auch ihre Verantwortung – somit an Andere delegieren.

  16. Erstellt am 31. Oktober 2011 um 15:39 | Permanent-Link

    Hallo, liebes Team Zinsvergleich,

    mir snd keine aktuellen Zahlen bekannt, ich habe aber auch nicht aktiv danach recherchiert. Vielleicht finden Sie selbst welche.

  17. Erstellt am 31. Oktober 2011 um 15:41 | Permanent-Link

    Hallo Trader,

    …und vielleicht gibt es noch mehr, zumindest Mischtypen.

  18. Erstellt am 31. Oktober 2011 um 15:43 | Permanent-Link

    Hallo Dennis,

    es ist in der Tat erstaunlich und zum Teil bestürzend, wie viele Menschen sich nicht so mit ihrer finanziellen Situation befassen, wie es vonnöten wäre.

  19. Erstellt am 18. Januar 2012 um 13:56 | Permanent-Link

    Wer redet schon über Geld? Jeder hat etwas zu verheimlichen ! Die meisten lügen sich in die Tasche, weil sie Angst haben zur Unterschicht zu gehören. Wer kein Geld hat, vermeidet sich zu outen – ergo ich habe keine Interresse ! Wer Geld hat möchte es in der Öffentlichkeit verbergen, wegen Neid, Finnanzamt oder er hat vorher übertrieben. Meine Erfahrung – alle lügen sich in die eigene Tasche ;-)

    Liebe Grüße Birgit

  20. Erstellt am 19. Januar 2012 um 09:56 | Permanent-Link

    @Birgit: Sich in die Tasche zu lügen, ist sicherlich keine Lösung. Es gilt, sich mit der Realität zu befassen und die Gefühle zu bearbeiten.

  21. Erstellt am 1. März 2012 um 15:06 | Permanent-Link

    In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, das man gut mit seinem Geld haushaltet und nicht über seine eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse lebt. Denn gerade die Einkaufsmöglichkeiten im Internet können einen schnell den Überblick über seine Finanzen verlieren lassen.

  22. Erstellt am 17. März 2012 um 16:02 | Permanent-Link

    Hallo Frau Birkner,
    ersteinmal muss ich sagen das sie eine sehr interessante Seite haben und uns Selbstständigen aufzeigt, wie wichtig das Auseinandersetzen mit dem Thema Geld ist.
    Den Überblick zu behalten, und kontinuierlich sich mit seiner finanziellen Situation auseinader zu setzen ist sehr wichtig.
    Den Kopf in den Sand zu stecken ist der Anfang vom Ende.

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  1. [...] sollte es kaum glauben: Einer aktuellen Studie zufolge, die Monika Birkner in ihrem Blog zitiert, ist das Verhältnis zu Geld bei 19 % aller Menschen von Distanz und Abwehr [...]

  2. [...] Studie zufolge hat jeder zweite Deutsche ein gestörtes Verhältnis zu Geld. Wenn ich bedenke, wie häufig Geldthemen und speziell das Verhältnis zu Geld Gegenstand meiner [...]

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